Beim House-Sitting für ihre Chefin stolpert Abril Newman über einen denkbar ungünstigen Fund: eine Leiche im Garten. Der zuständige Detective ist ausgerechnet Crispin Delacorte - attraktiv, charmant und unsterblich. Während die Ermittlungen rund um einen abtrünnigen Vampir anlaufen, geraten Mordfall und Gefühle zunehmend durcheinander. Zwischen humorvollen Schlagabtauschen, bekannten Gesichtern aus der Argeneau-Familie und einer sich anbahnenden Romanze entwickelt sich eine Geschichte, die typisch Lynsay Sands ist.
Auch der mittlerweile 37. Band der Argeneau-Reihe fühlt sich vertraut und gleichzeitig wohltuend unterhaltsam an. Das Grundmuster ist bekannt: Schicksalspartner, schnelle Anziehung, humorvolle Dialoge; doch genau das macht den Reiz der Reihe aus. Abril und Crispin harmonieren angenehm miteinander und bringen Leichtigkeit in die Handlung. Besonders Crispins Gelassenheit im Umgang mit Mordermittlung und Liebesanbahnung sorgt für charmante Momente. Der Krimiplot bleibt eher im Hintergrund und dient mehr als Rahmen denn als treibende Kraft, was je nach Erwartung etwas unspektakulär wirken kann. Dafür punktet die Geschichte mit Humor, flottem Tempo und vielen Wiedersehen mit bekannten Figuren, allen voran Lucian Argeneau, der für einige der besten Szenen sorgt. Der Schreibstil ist wie gewohnt locker, flüssig und perfekt für entspannte Lesestunden.
Die Schöne und der Vampir ist ein klassischer Argeneau-Roman, ist vorhersehbar, herzlich, witzig und genau deshalb funktioniert er so gut. Wer die Reihe liebt, bekommt erneut eine charmante Liebesgeschichte mit Humor und bekannten Gesichtern. Kein revolutionärer Band, aber ein äußerst unterhaltsamer.