Nachdem mich schon der erste Band extrem stark überzeugen konnte war ich super neugierig auf den Folgeband. Erfahrungsgemäß floppen bei mir die Reihenfortsetzungen und so hatte ich wie immer Angst, dass mich der zweite Band nicht so sehr überzeugen würde. Nach den ersten Seiten wurde aber schnell klar, dass der Autor seinem Stil treu geblieben ist und damit konnte er mich wieder abholen.
Ich mag an den beiden Büchern vor allem wie nicht nur der Krimianteil im Vordergrund steht. Klar, die Raubüberfälle sind das Hauptmerk, aber ich hatte immer den Eindruck Mike und Alex sind ebenfalls wichtig. Ich weiß nicht recht, wie ich das beschreiben soll, aber die beiden haben mir mit ihrer Art das Herz geklaut. Ich wäre mit den beiden auch Einkaufen gegangen oder hätte mit ihnen stundenlang im Wartezimmer gesessen. Und ich bin davon überzeugt, dass ich mich keine einzige Sekunde gelangweilt hätte.
Ich schweife ab, aber ich kann nicht anders. Diese beiden Bände haben mir ein Stück weit andere Bücher ruiniert. Es ist diese Natürlichkeit der Liebesbeziehung, diese Geborgenheit, die die beiden verkörpern, die man sonst nicht so oft liest. Ich bin den Figuren einfach Hals über Kopf verfallen. Einzig hätte ich mir auch einen kurzen Auftritt der Neben-Charaktere vom ersten Band gewünscht. Das wäre ein schöner Bonus gewesen, weil ja, auch diesen Charakteren bin ich verfallen. Dafür nimmt aber eine andere Nebenfigur einen großen Part im Buch ein, was auch schön war.
Die Handlung kann ich natürlich auch nur loben. Für jemanden der eigentlich keine Krimis liest war es wieder ein schönes Abtauchen in ein anderes Genre. Ich mochte wie simpel das Rätsel um die Einbrüche war und wie real die beiden Figuren dabei waren. Sie haben sich mit Ideen ergänzt und ich als Nicht-Detektiv hätte zu den selben Schlüssen kommen können. Einfach gehalten, wunderbar gemütlich und verständlich es ist eine rundum wunderbare Fortsetzung.