Manchmal reicht schon die Vorstellung von einem Fahrrad, zwei ziemlich abenteuerlustigen Kerlen und einer verdammt großen Welt, damit es in den Füßen kribbelt. Bei 4wheels hatte ich ziemlich schnell dieses Gefühl von: Okay, Rucksack packen, Rad schnappen und einfach los.
Lion und Addy nehmen einen mit durch Südafrika, Namibia und Botswana bis nach Vietnam, Kambodscha und Thailand. Dabei lebt das Buch für mich weniger von irgendwelchen Superlativen als von den Begegnungen unterwegs. Genau diese kleinen Geschichten, unerwarteten Situationen und persönlichen Eindrücke machen die Reise greifbar. Man sitzt gemütlich auf dem Sofa und denkt sich zwischendurch trotzdem: Was zur Hölle mache ich eigentlich hier?
Besonders gefallen hat mir der unkomplizierte, persönliche Charakter. Es fühlt sich nicht wie ein glattgebügelter Reiseführer an, sondern wie Geschichten, die einem jemand nach einer verdammt langen Tour erzählt.
Ein Buch voller Fernweh, Freiheit und diesem herrlich gefährlichen Gedanken, dass man vielleicht selbst viel mehr Abenteuer im Blut hat, als man glaubt.