In Sarah Goodwin's neuestem Thriller "Der Fjord" verschwindet Amelia's Schwester Rose, nachdem sie sich auf einer Party der Familie Fowley in Norwegen aufgehalten hat. Da die Polizei keine Anhaltspunkte findet, versucht Amelia über Ford, dem Cousin von Amelias' Bekannten Lawrence Fowley an eine Einladung zur Luxusparty zu kommen. Nach über einem Jahr fährt sie endlich zum Anwesen von Familie Fowley, um herauszufinden, was mit ihrer Schwester geschehen ist.
Das Cover zeigt das Setting rundum das am Fjord liegende Anwesen. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und ich bin sehr schnell durch das Buch gekommen. Von der ersten Seite an wird Spannung erzeugt und Amelia's aussichtslose Suche und ihr Schuldgefühl sind spürbar. Sie würde alles tun, um ihre Schwester Rose zu finden und gibt sich kämpferisch und geschickt. Sie wirkt sehr sympathisch. Der Thriller verdichtet sich immer mehr und aufgrund des Locked-In-Settings scheint die Gefahr für Amelia an jeder Ecke zu lauern. Lawrence Fowley, der Gastgeber, wirkt charmant, arrogant und mystisch zugleich. Die Party ist exzessiv und an Luxus kaum zu überbieten. Amelia blickt nach und nach hinter die Fassade der superreichen Familie und stößt auf Abgründe. Im Thriller warten einige Plotttwists und Spannung, die sich Richtung Ende stark zuspitzt..vielleicht sogar etwas zu viel. Manche Stellen waren vorhersehbar, andere kamen doch unerwartet.
Insgesamt ein guter, spannender Thriller mit rasantem Tempo, einer sympathischen Protagonistin und drückendem Lock-In-Setting.