Erste Gedanken: Eine Protagonistin, die nach einer Scheidung jeglichen Rang verliert, aber sich dadurch ein bereicherndes und schönes Leben aufbauen kann? Solche Ansätze wünsche ich mir in einigen Geschichten noch viel mehr und war daher umso gespannter auf diesen Manga von Kyouka Izumi und Buchi Sabino.
Das Cover: Es ist sehr niedlich und besonders die Vergissmeinnicht an den Rändern sagen mir sehr zu. Abgebildet sind Vera und Alan, die durch die Geschichte führen. Dennoch muss ich zugeben, dass ich mir ein paar winterliche Motive gewünscht hätte, die das Setting noch besser einfangen. Der Titel des Mangas sagt mir hingegen nicht wirklich zu er wird der schönen Geschichte nicht ganz gerecht.
Die Handlung: Ohne Vorwarnung lässt sich Veras Ehemann der Prinz von ihr scheiden, wodurch sie das luxuriöse Leben im Schloss und jeglichen Rang verliert. Auf sich allein gestellt, lebt sie von nun an allein auf einem Anwesen am Rand einer winterlichen Stadt und merkt, welche Möglichkeiten sich durch ihre Freiheiten ergeben. Da sie nie Gefühle für den Prinzen hatte, trauert sie ihrem vorherigen Leben keine Minute nach und kann endlich den Sachen nachgehen, die sie schon immer machen wollte. Und sogar die Liebe klopft irgendwann wieder an ihre Tür
Meine Meinung: Mit diesem Band wurde ein gelungener Einstieg in eine winterliche Welt ermöglicht, die ich in den weiteren Bänden gerne wieder besuchen möchte. Es ist magisch, sehr cozy und auch ein wenig romantisch. Ich wurde positiv überrascht und war beinahe ein wenig traurig, als die Geschichte recht schnell vorbei war. Band 2 ist bereits auf meiner Wunschliste gelandet und ich freue mich schon, wenn ich erfahren kann, wie Veras Geschichte weitererzählt wird. Zugegeben: die Geschichte ist recht kurz und geht erst jetzt richtig los, weswegen sie noch nicht wirklich in die Tiefe geht und auch die Charaktere noch etwas fremd sind. Jedoch hoffe ich, dass sich das in den Folgebänden ändern wird.
Die Charaktere: Unsere Protagonistin Vera mochte ich sehr gerne. Anstatt nach der Scheidung zu verzweifeln, baut sie sich ein völlig neues Leben auf, welches sie viel mehr bereichert als die Jahre davor. Doch auch die zarte Freundschaft, die sich gerade zwischen ihr und Alan entwickelt (die jedoch bereits eher eine romantische Richtung einschlägt) konnte mich sehr berühren. Da lag so viel Verständnis und Empathie in ihren Gesprächen, die mich sehr mitfühlen ließ.
Fazit: Eine schöne Geschichte, die mich gut unterhalten konnte. An die verträumte Atmosphäre werde ich noch gerne zurückdenken. Von mir gibt es hier 4/5 Sternen und eine Leseempfehlung.