Baltimore, kurz nach dem amerikanischen Bürgerkrieg: Die Mitglieder des ehrwürdigen Gun-Clubs - jene enthusiastischen Artilleristen und Waffennarren - langweilen sich. Der Friede ist ausgebrochen, und mit ihm die Untätigkeit. Doch dann hat ihr Präsident, der kühne Impey Barbicane, eine Idee, die die Welt in Atem halten wird: Warum nicht eine Kanonenkugel zum Mond schießen? Was als fantastische Schnapsidee beginnt, wird zum größten wissenschaftlichen und technischen Projekt der Menschheitsgeschichte. Mit beispielloser Ingenieurskunst planen Barbicane und seine Mitstreiter den Bau einer gigantischen Kanone - 900 Fuß tief in die Erde gegraben, mit einer Sprengkraft, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. Die ganze Welt verfolgt gespannt die Vorbereitungen. Wetten werden abgeschlossen, Berechnungen angestellt, Zweifler widerlegt. Und dann meldet sich der waghalsige Franzose Michel Ardan mit einem noch verrückteren Vorschlag: Er will nicht nur eine Kugel zum Mond schießen - er will selbst mitfliegen! Jules Vernes brillante Mischung aus wissenschaftlicher Spekulation und abenteuerlichem Pioniergeist - ein Roman, der den ersten Schritt der Menschheit ins All vorwegnahm, Jahrzehnte bevor er Wirklichkeit wurde.