Love, Mom ein spannender und emotionaler Thriller mit einer richtig starken zweiten Hälfte
Ich bin mit ziemlich hohen Erwartungen an Love, Mom herangegangen, weil ich vorher viel darüber gesehen habe und insgesamt wurde ich auch größtenteils nicht enttäuscht.Am Anfang hatte ich allerdings kurz meine Schwierigkeiten, richtig in die Geschichte reinzukommen. Es startet eher ruhig und braucht ein bisschen, bis Spannung aufkommt. Trotzdem fand ich genau dieses langsame Aufbauen im Nachhinein gar nicht schlecht, weil sich dadurch eine unterschwellige, leicht beklemmende Atmosphäre entwickelt hat. Besonders spannend fand ich die Art, wie die Geschichte erzählt wird mit Briefen, Tagebuchseiten und nach und nach enthüllten Geheimnissen. Dadurch hatte ich beim Lesen das Gefühl, selbst Stück für Stück ein Puzzle zusammenzusetzen. Die Handlung rund um Mackenzie und den mysteriösen Tod ihrer Mutter hat mich dann immer mehr gepackt. Vor allem ab der zweiten Hälfte konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen, weil es plötzlich richtig fesselnd wurde und einige Wendungen mich echt überrascht haben. Was ich auch mochte die Geschichte wirkt emotional und gleichzeitig spannend, weil es nicht nur um den Thriller-Aspekt geht, sondern auch um Familie, Vertrauen und Geheimnisse aus der Vergangenheit. Trotzdem muss ich sagen, dass ich ein paar Schwächen gesehen habe. Einige Teile waren für mich etwas vorhersehbar und an manchen Stellen hätte die Handlung etwas straffer sein können.