Die Grundidee von "Der Trip - Du hast dich frei gefühlt, bis er dich fand", fand ich eigentlich wirklich vielversprechend. Leider konnte mich die Geschichte letztendlich aber überhaupt nicht überzeugen.Der Schreibstil war flüssig und angenehm zu lesen und auch die kurzen Kapitel haben mir gut gefallen. Dadurch blieb das Tempo schön hoch, was ich bei Thrillern grundsätzlich mag. Die Geschichte selbst konnte mich allerdings überhaupt nicht packen.Vor allem mit den Charakteren bin ich nicht wirklich warm geworden. Mir fehlte die Verbindung zur Protagonistin und auch die anderen Figuren waren mir größtenteils unsympathisch. Dadurch war mir irgendwann ehrlich gesagt ziemlich egal, wer der Täter ist, wem man vertrauen kann oder was mit den Figuren passiert. Gerade bei einem Thriller möchte ich aber mitfiebern können.Auch die Spannung hat mir deshalb sehr gefehlt. Es gab zwar ein paar Wendungen, wirklich überrascht oder mitgerissen haben sie mich aber nicht. Ich habe die ganze Zeit auf den großen Moment gewartet, der die Geschichte noch einmal herumreißt. Leider konnte auch das Ende das nicht mehr retten und wirkte auf mich eher ernüchternd und unspektakulär.Dabei hatte das Buch meiner Meinung nach definitiv Potenzial, hat dieses aber leider nicht ausgeschöpft. Für einen schnellen Thriller für zwischendurch kann man ihm sicherlich eine Chance geben. Wer allerdings viel Spannung und eine Geschichte sucht, bei der man richtig mitfiebert, sollte meiner Meinung nach eher zu einem anderen Thriller greifen.Andere Bücher von Arno Strobel haben mir deutlich besser gefallen, aber "Der Trip" konnte mich leider nicht überzeugen.¿¿ Bei diesem Buch zieht ein Gewitter auf, für alle, die einen schnellen Thriller für zwischendurch suchen.¿ Was ist euch bei einem Thriller wichtiger: eine spannende Handlung oder Charaktere, mit denen ihr richtig mitfiebern könnt?