Autorin: Maria Albers
Verlag: Francke 2026
Print: 381 Seiten
Perspektive: Erzähler
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Band: 2/3 Aufbruch-nach-Afrika-Reihe
5/5 Sternen
Inhalt:
Lina ist an der Schwindsucht erkrankt und sieht ihr Leben schon entschwinden. Hoffnung hat sie nicht mehr wirklich. Daraufhin drängen ihre Eltern sie, nach Südafrika zu reisen. Ihr Onkel ist der Superintendent der Hermannsburger Mission und hätte für sie schon einen Verlobten, der sie gerne heiraten würde.
Nach einiger Überlegung ist sie bereit, die Reise auf sich zu nehmen, denn zu verlieren hat sie ja nichts mehr.
Die Überfahrt ist hart und sie muss mit einigen unerwarteten Wendungen kämpfen, bis sie dann in Afrika gestrandet sitzt und nicht mehr weiß, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Auch entdeckt sie Dinge, die sie nicht für möglich gehalten hätte. Doch in allen Irrungen und Wirrungen erlebt sie dann letztlich, dass Gott sie und ihr Leben immer im Blick hatte und gute Pläne für ihr Leben hat, und so lernt sie ganz neu, ihr ganzes Vertrauen in den Gott der Bibel zu setzen.
Meine Gedanken dazu:
Maria Albers behandelt in dem zweiten Teil der Aufbruch-nach-Afrika-Trilogie die etwas dunklere Seite der Hermannsburger Missionsgeschichte. Ich fand das äußerst mutig und bin ihr sehr dankbar dafür! Denn wir müssen ehrlich sein: Menschen sind und bleiben Menschen und können das Werk des Herrn missbrauchen, sodass ein schlechtes Licht auf die Mission und den christlichen Glauben geworfen wird und doch dürfen wir sehen, dass Gott über allem steht und alles zum Guten wenden kann.
Ich habe die Geschichte mit Faszination verfolgt. Sie war eher schwer von der Thematik her und es gab viel Hoffnungslosigkeit, und trotzdem schien die Güte und Liebe des Vaters immer wieder hindurch. Man hat erlebt, wie die Gnade Gottes jeden Tag genügend war, wie seine Kraft in den Schwachen am Wirken war und die krummen Wege begradigt wurden. Für mich wieder einmal eine äußerst gelungene Geschichte!
Schön fand ich auch die Begegnung mit Protagonisten aus dem ersten Band. Das hat nochmals eine Verbindung geschaffen, wobei es nicht notwendig ist, den ersten Teil zu lesen, um diese Geschichte verstehen zu können. Empfehlen würde ich es aber auf jeden Fall, denn die Geschichte lohnt sich!
Fazit:
Licht in tiefster Nacht ist ein Roman, der es famos versteht, unschöne Geschichte in eine trotzdem hoffnungsvolle Erzählung zu verpacken, die einen in ihren Bann zieht und erst wieder auftauchen lässt, nachdem man zu einem Ende kommt, mit dem man versöhnt zurückbleibt.
Für Leserinnen und Leser historischer Romane, die sich nicht scheuen, auch den nicht so rühmlichen Teilen von Geschichte ins Auge zu blicken, kann ich dieses Buch von Herzen empfehlen!
Maria Albers gehört mittlerweile zu meinen liebsten Autorinnen und ich freue mich immer sehr, Neues aus ihrer Feder zu lesen.