Schon gesehen? Alexandra Mazar hat jetzt als Stella Nordberg eine neue Reihe am Start und diese spielt auf der Sonneninsel Fehmarn. Wobei das Wetter sich dort auch innerhalb eines Wimpernschlages ändern kann.
Als Lena für ihre Abschlussarbeit auf Fehmarn ankommt und das kleine Häuschen im Schatten des Leuchtturms bezieht, habe ich mich direkt wohlgefühlt. Die vielen Vergleiche der Charaktere mit den Auffälligkeiten von Vögeln waren gut recherchiert und oft überraschend, aber auch etwas anstrengend zu lesen. Während ich versucht habe in die Geschichte zu finden, wurde ich von der Flut der zusätzlichen Informationen eher abgelenkt.
Leider konnten mich auch die männlichen Protagonisten nicht von sich überzeugen. Mein Herz hat bei keinem der beiden höher geschlagen und mich haben beide eigentlich eher genervt. Max hat für mich keine Gefühle transportiert. Zu Beginn, als er sehr abweisend und brummelig war, habe ich mich auf eine spürbare Veränderung gefreut. Diese kam, allerdings konnte ich meine Ablehnung ihm gegenüber nicht mehr ablegen.
Auch Jan, der cute Kitesurfer war mir zu gefühlsarm. Er hätte so viel mehr von sich zeigen können. Zu Beginn hat er sich sehr um Lena bemüht, hat sie abgeholt, war mit ihr im Wasser zum üben... ein Kuss... und dann irgendwie nichts mehr. Wankelmütig würde ich es beschreiben.
Liebe Alexandra, ich fand die Grundgeschichte rund um Lena, ihr Studium, den Natur- und Vogelschutz auf der Insel und das Setting auf Fehmarn wirklich toll und auch sehr interessant. Viele Themen haben mich zum Nachdenken angeregt. Wiebke und Clara, wie auch Lenas unerschütterliche Mutter haben mir neben Lena richtig gut gefallen und ich bin ein bisschen traurig, dass die beiden Sturköppe es nicht geschafft haben, mich von sich zu überzeugen.
Aber ich freue mich dennoch auf weitere besuche auf der Insel im Rahmen der Fehmarn in Love Reihe.
Kennst du das, wenn du ein Buch unbedingt lieben möchtest, aber irgendwie passt es nicht zu dir... vielleicht auch nur jetzt, gerade, in diesem Moment? Ich werde Dünenküsse schmecken süßer auf jeden Fall noch einmal lesen... und wer weiß, vielleicht empfinde ich dann einiges anders.