Unvorstellbare Welt mit wenig Chemie und viel IT-Bullshit-Bingo.
Der Start in mein zweites Buch von Ali Hazelwood verlief genauso skeptisch wie beim ersten. Da ichThe Love Hypothesisjedoch geliebt habe und die Skepsis sich schnell gelegt hatte, dachte ich es würde beiBride ähnlich verlaufen. Falsch gedacht.Bride konnte mich auf so vielen Ebenen leider so gar nicht abholen. Die Welt, in der die Geschichte spielt konnte ich mir bis zum Schluss nicht vorstellen. Ist es wie unsere reale Welt einfach mit Vampiren und Werwölfen? Oder schon eher dystopisch oder gar in einem Cyberpunk-Stil, denn aus einem mir unerklärlichen Grund lag ein großer Fokus auf Technik. Informationen lagen alle nur digital vor, als hätte niemand je etwas von einem handschriftlichen Notizbuch gehört. Ich weiß es leider nicht.Ali Hazelwood ist dafür bekannt über Frauen in MINT-Berufen zu schreiben und vermutlich kommt daher der Fokus auf IT und Technik inBride. Als Informatiker war mir genau das ein riesiger Dorn im Auge (was andere, die nicht in diesem Beruf arbeiten wahrscheinlich gar nicht wahrnehmen). Es fielen einige Fachbegriffe, die zwar nicht falsch waren (oder zumindest nicht ganz falsch), aber dennoch so fehl am Platz wirkten, als wollte jemand seine Intelligenz beweisen, weil erfolgreich ein paar Begriffe aus dem Security-Bereich gegoogelt wurden. Auch die Leichtigkeit, mit der Misery sich in jedes System einschleust, waren für mich regelrecht eine Beleidigung. Es wirkt wie diese schlechte Hacking Szene aus Navy CIS, in welcher zwei Personen gleichzeitig auf derselben Tastatur tippen, um schneller ins System zu kommen. Als leidenschaftlicher Admin mit Security Fokus hat mich alles daran nur wütend gemacht.Auch mit den Charakteren konnte ich fast nichts anfangen. Misery und Lowe waren gefühlt auch mit dabei. Ich habe keinerlei Chemie und echte Bindung zwischen den beiden verspüren können. Von dem Hunde-Wolf-Spice möchte ich gar nicht reden. Das war absolut nicht meins.Lediglich Miserys verschwundene Freundin Serena gefiel von Beginn zu an, hatte bedauerlicherweise aber zu wenig Auftritte, um das Buch für mich zu retten.Bride war für mich ein regelrechter Fiebertraum, durch den ich mich gequält habe und ich kann leider wenig Positives darin erkennen. Auch wenn der zweite Band Serenas Geschichte behandelt, glaube ich nicht, dass ich mich dazu überwinden kann, diesen zu lesen.