Atmosphärischer Krimi aus der deutsch-dänischen Grenzregion mit starkem Ermittlerduo und spannend verknüpften Zeitebenen.
Ich habe den sechsten Band der Reihe um Boisen und Nyborg gelesen und auch diesmal wieder die besondere Mischung aus Spannung und Atmosphäre sehr genossen. Der Einstieg mit dem Prolog hat mich sofort gepackt und die Wechsel zwischen Gegenwart und einer vergangenen Winterkatastrophe sorgen dafür, dass ich ständig miträtseln musste, wie alles zusammenhängt.Besonders gern mag ich das Ermittlerduo selbst. Vibeke mit ihrem eher regelorientierten, strukturierten Blick und Rasmus mit seiner unkonventionelleren Art ergänzen sich für mich perfekt. Über die Bände hinweg ist eine enge Freundschaft gewachsen, die hier weiter vertieft wird und der Reihe eine emotionale Tiefe gibt, ohne die eigentliche Krimihandlung zu überlagern.Gut gefallen hat mir auch wieder das Setting in der deutsch-dänischen Grenzregion und die Art, wie reale historische Begebenheiten in die fiktive Geschichte eingeflochten werden. Die Ermittlungsarbeit wirkt dynamisch und lebendig, es gibt viel Bewegung, neue Spuren und kaum Momente, in denen sich etwas zieht. Im direkten Vergleich zu meinen Lieblingsbänden 4 und 7 hat mich der Schluss dieses Falls zwar etwas weniger überwältigt, insgesamt bleibt es für mich aber ein sehr spannender und gelungener Nordlicht Teil, der die Stärke der Reihe bestätigt.