Handlungsarm, langweiliger Stil, farblose, unsympathische Charaktere.
Ich habe das Buch aus Interesse am Hype, vor allem um die Stalker-Spiele angefangen. Das Buch besteht aus 5 Kapiteln die miteinander zusammenhängen, in denen jedoch kaum etwas passiert. Die Charaktere sind durchweg schwierige Charaktere, zu denen ich als Leser keinen Zugang bekommen habe. Man erfährt zwar über Gedankengänge, aber die Gefühlswelt der Charaktere bleibt dem Leser verschlossen. Es ist vergleichbar mit einer oberflächlichen Freundschaft.Die Welt und deren Beschreibung begrenzt sich auf 3-4 Orte: Das Zuhause des Hauptcharakters, das Hotel, die Zone und die Bar. Dabei wird die Zone noch am ausführlichsten beschrieben. Für einen wirklichen guten Weltenbau und den ominösen Außerirdischen war mir das allerdings zu wenig. In Verbindung mit den Charakteren wirkt die Welt zwar stimmig, aber zu untererklärt. Auch mit manchen Begriffen, die zwar erklärt werden, aber fehlplatziert wirken in ihrer Beschreibung habe ich mich enorm schwer getan.Dass ich mich damit schwer getan habe, liegt auch an dem Schreibstil. Dieser ist einfach langweilig und staubtrocken. Ich habe kein Herr der Ringe erwartet, wo seitenweise Umgebungen oder Mahlzeiten beschrieben werden in einer opulenten, fantasievollen Sprache, allerdings mehr als hier. Der rote Faden der Handlung ist nur über die Kapitel vorhanden. In den Kapiteln selbst passiert so wenig und wird dabei auch noch sehr runtergespult, rein textlich gesehen, dass es als Leser unheimlich anstrengend ist, überhaupt dabei zu bleiben. Vor allem das letzte Kapitel geht über 60 Seiten und es passiert praktisch nichts.Der Anhang ist viel interessanter als die Handlung und das Buch an sich.