Was für ein bescheuertes Buch ist der erste Satz, der mir spontan nach Beendigung der Lektüre in den Kopf kam. Dazu unnötig brutal.
Normalerweise nehme ich mir viel Zeit für eine Rezension, doch hier lohnt es sich meiner Meinung nach nicht. Der Autor ist bekannt und beliebt, also hatte ich auf spannende Unterhaltung gehofft. Den eher schlichten Schreibstil hätte ich ihm sogar verziehen. Der Anfang des Buches war durchaus packend, und die Beschreibung der Szenerie im titelgebenden Dorf wirkte recht spooky.Insgesamt also durchaus gelungen.Eine ganze Weile spielt der Autor mit den Nerven seines Protagonisten und der Leser, was durchaus spannend ist. Irgendwann fragt man sich jedoch: Wohin will er eigentlich? Wie will er das auflösen? Bei Fitzek hatte ich ähnliche Erlebnisse, und auch dort war ich am Ende nicht zufrieden.Es werden noch ein paar überflüssig grausame Szenen eingebaut, nur um den Leser richtig zu schocken. Und dann? Die Auflösung wirkte flach und völlig unverständlich - selbst wenn die Ereignisse im Dorf ausführlich erklärt werden.Das Buch hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich glaube, ich bin zwar ein Fan von Thrillern, aber nicht von sogenannten "Psychothrillern", bei denen es nur darum geht, den Leser zu schocken, ohne auf Plausibilität zu achten. Spannung kann auch subtil aufgebaut werden, hier jedoch wurde mit der Brechstange gearbeitet.2*, weil man nur wissen wollte, wie es endet, und deshalb nicht abbrechen mochte. Keine Leseempfehlung von mir!Strobel ist definitiv nicht mein Autor - dies war mein drittes Buch von ihm, und ich werde nicht mit ihm warm.