"Die verlassenen Kinder" erzählt die Geschichte von Jack Bright. Seine Mutter wurde ermordet, sein Vater hat ihn und seine Geschwister verlassen. Mit Einbrüchen hält er seine Familie über Wasser. Bis er eines Tages den Mörder seiner Mutter findet.Der Titel ist für mich ganz zutreffend. Denn die Kinder wurden von ihrem Vater verlassen, als sie ihn am dringendsten gebraucht hätten.Das Cover zeigt ein sehr verlassenes Haus. Das finde ich weniger passend. Denn Nachbarn haben die Kinder gehabt, aber diese sahen weg. Keiner bekam mit, oder wollte es mitbekommen, dass drei kleine Kinder alleine in diesem Haus wohnten.Ich finde die Charaktere der Kinder sehr gut. Jack ist ein liebevoller Bruder, der viel zu früh erwachsen sein musste. Dennoch gibt er sein bestes, seine tote Mutter nicht zu enttäuschen, die damals, als sie ihre Kinder im Auto ließ um Hilfe zu holen, sagte, dass Jack nun die Verantwortung habe.Marry ist ein kleines Mädchen. Hochbegabt. Man merkt jedoch ganz gut, dass es ihr nicht so gut tat, ohne Eltern aufzuwachsen. Sie muss immer Rasen mähen, ihn in Ordnung halten, etwas das für ein Mädchen in dem zarten Alter (5 war es glaub ich), doch ganz ungewöhnlich ist. Auf der anderen Seite ist sie noch Kind und wühlt in der Erde nach Würmern.Von Joy liest man eher weniger, weil Jack sie für verrückt hält. Erst später erkennt man, dass sie nicht komplett verrückt ist. Ja, sie hortet Zeitschriften, aber sie sammelt auch Bilder ihrer Mutter.Die Geschichte wird von Jack erzählt. Das finde ich ganz gut, da er eine sehr wichtige Figur in der Geschichte ist und man aus Sicht des Jungens die ganze Verzweiflung merkt.Was mich zu einem Stern Abzug bewogen hat, ist das realitätslose, das an manchen Stellen zum Vorschein kommt. So nimmt die Polizei den Jungen bei Ermittlungen mit. Etwas was im Wahren Leben weiß Gott nicht passiert. Am Ende gab es dann noch eine Szene, von der ich nicht genauer berichte, um nicht zu spoilern, aber bei aller Fantasie, das ist dann doch schwer vorstellbar.Ich habe auch erst nicht gelesen im Klappentext, dass es um Rache geht. Da ich hier viel unsinniges gelesen habe, hätte ich es sofort weg gelegt. So war es ein Glücksgriff, dass mein Gehirn dies ausgeblendet hat, denn es war doch ein ganz gutes Buch.