Bestes literarischesFastfood
Ein Abenteuer, dass ich den Film aber auch in Büchern sehr mag, ist die Schatzsuche. Wenn man Rätsel lösen muss oder in einem Haus verborgene Räume, Fächer, Schränke oder andere gute Verstecke ausfindig machen soll, dann bin ich mit Feuer und Flamme dabei. In diesem Teil der Bridgerton Reihe komme ich da voll auf meine Kosten. Wir sind also bei den jüngsten Bridgerton Kindern angelangt. Hyazinth hat ja schon immer eine große Klappe gehabt, was ich an ihr äußerst sympathisch finde. Leider hat es wohl dazu geführt, dass sie keinen Mann für sich interessieren kann. Was aus heutiger Perspektive total egal wäre, war früher natürlich eine Katastrophe, denn eine Dame aus gutem Hause musste eine gute Partie machen, um so viel Bequemlichkeit, Freiheit und Ansehen wie möglich genießen zu können. Hyazinth würde aber lieber reisen, und viel Neues über die Welt lernen. Gareth, ist als zweiter Sohn durch ein Unglück in der Erbfolge aufgestiegen. Seinen Vater begeistert das nicht, und er macht ihm während eines Streits ein Geständnis. Gareth versteht sich gut mit der jüngsten Bridgerton, Tochter und ihn amüsiert ihre Frechheit sehr. Als Heiratskandidatin sieht er sie aber genauso wenig, wie sie ihn. Doch wir ahnen es schon, das wandelt sich.Am Anfang hat mich das Genecke zwischen den beiden etwas genervt doch als es auf Schatzsuche geht, war ich Feuer und Flamme. Mir hat die Geschichte wieder schöne kurzweilige Stunden bereitet. Julia Quinn schafft es schon gut die Kulisse des 19. Jahrhunderts inklusive der üblichen Konventionen aufleben zu lassen und trotzdem Modernität hineinzubringen. Vielleicht ist das unauthentisch, das mag sein, aber mich stört das kein bisschen. Wenn ich zu diesen Büchern greife, dann sollen die eins - mich gut unterhalten und mich vielleicht in Zeiten begleiten, in denen ich mich nicht immer 100 % konzentrieren kann.Erwartet also hier keine große Literatur, sondern amüsantes literarisches FastFood, das Spaß macht.