Die Idee klang wirklich vielversprechend, leider habe ich aber schon queere Geschichten mit einer deutlich besseren Umsetzung gelesen.
Worum geht's?Aus Theo und Kit hätte ein tolles Paar werden können - hätte der Versuche, aus Freundschaft eine Beziehung zu machen nicht gleich jegliches Band zwischen ihnen gekappt. Vier Jahre später landen die beiden zufällig im selben Reisebus, um die eigentlich gemeinsam geplante Europa-Rundreise anzutreten - und da ist Chaos bereits vorprogrammiert.Meine MeinungAn dieses Buch bin ich leider ehrlicherweise mit sehr falschen Erwartungen herangegangen, was mich nach meinen bisherigen Erfahrungen mit den Büchern der Autorin zwar nicht mehr besonders überrascht, aber leider trotzdem ein wenig enttäuscht hat. Gerechnet hatte ich dabei mit einer niedlichen Second Chance Romance und einer kulinarischen Rundreise durch Europa, diese Aspekte haben dann allerdings eine deutlich kleinere Rolle in der Geschichte gespielt, als ich mir das gewünscht hätte.Den Schreibstil an sich mochte ich eigentlich recht gerne, denn auch den ersten Roman der Autorin habe ich genau aus diesem Grund mit Freude gelesen. An ihrer Erzählweise hat sich nicht besonders viel geändert, was mich grundsätzlich gefreut hat, inhaltlich war ich dann jedoch nicht mehr ganz so begeistert.Die Reise an sich spielt leider kaum eine wirkliche Rolle, weil sich die Handlung schnell auf explizite Szenen und ein regelrechtes Wettrennen um die meisten sexuellen Kontakte konzentriert. Mit Spice habe ich nun wirklich kein grundsätzliches Problem, in diesem Fall hätte ich mir aber ehrlicherweise einfach etwas mehr tatsächliche Handlung gewünscht, als vorhanden war.Auch mit den Figuren habe ich mich leider eher schwer getan, da ich nicht den Eindruck hatte, sie wirklich kennenlernen zu können oder mit ihnen warm zu werden. Hinzu kamen für mich zahlreiche Klischees, die ich in einer queeren Geschichte eigentlich nicht so prominent erwartet hätte, was mir zusätzlich einiges an Lesefreude genommen hat.Insgesamt hatte ich beim Lesen leider nicht den Eindruck, eine wirklich runde Geschichte in der Hand zu halten, was mein Interesse und meine Motivation irgendwann einfach deutlich gedrückt hat. Queere Geschichten sind dadurch natürlich nicht weniger wichtig, ich habe aber leider schon deutlich bessere Beispiele gelesen, an die ich mich in Zukunft ehrlicherweise eher halten möchte.FazitDas erste Buch der Autorin bleibt für mich leider auch nach drei neuen Versuchen noch immer die beste Geschichte, die ich von ihr gelesen habe. Auch dieses Buch konnte mich schlussendlich leider nicht so überzeugen, wie ich es mir gewünscht hätte, was mich von weiteren Versuchen in Zukunft erst einmal Abstand nehmen lässt.Dafür gibt es zwei Bücherstapel von mir.