Zum Buch: Christa ist überglücklich in ihrer Beziehung zu Kiernan und freut sich auf eine gemeinsame Auszeit in den verschneiten Bergen der Rocky Mountains. Doch die Reisegruppe, die im Bus unterwegs ist, gerät in einen Schneesturm und die Weiterfahrt zur exklusiven Lodge ist nicht mehr möglich.
Zu Fuß begeben sie sich auf den Weg, doch Kiernan und Christa verlieren sich. Die Gruppe sucht Schutz in einer kleinen Hütte. Am nächsten Morgen findet man den Kopf vom Reiseleiter aufgespießt an einem Baum. Ein Schlächter ist unterwegs, doch ist es ein Außenstehender oder jemand aus der Gruppe?
Meine Meinung: Solche Settings liebe ich ja: abgeschnitten von der Außenwelt in einer Umgebung, die alles andere als menschenfreundlich ist! Während der Schneesturm tobt, färbt sich der Schnee vor der Hütte blutrot...
Die Dynamik der Gruppe ist faszinierend zu lesen, wenn auch im Mittelteil einige Länge enthalten sind. Aber wenn die Reisenden nicht wissen, wem sie vertrauen können, warum sollte es dem Leser so einfach gemacht werden? Die Autorin hat hier eine blutige, feindselige Atmosphäre geschaffen und die Sympathien für die einzelnen Gruppenmitglieder schwankt. Und sie werden dezimiert, das ist mal Fakt. Doch wer ist es und warum? Die große Frage.
Der Schreibstil liest sich sehr flüssig, erzählt wird aus der Sicht von Christa. Die Kapitellänge ist genau richtig. Ich hatte zwar einen Verdacht, der sich dann auch bestätigte, aber das Motiv fehlte mir die ganze Zeit. Ich bin nicht drauf gekommen und die Autorin hat mich am Ende doch nochmal sehr überrascht!
Mein Fazit: Mir hat das Setting wahnsinnig gut gefallen, denn das ist so wie der Farbschnitt: Blutrot auf Weiß! Ein toller Locked-in Thriller, der aber wirklich auch blutig ist, das sollte man mögen. Eine Gruppe, die langsam auseinanderbricht und Vertrauen keine Rolle spielt! Ich fand es toll!