Mein Rücken und ich das ist eine toxische Beziehung. Mal meldet er sich beim Schuheanziehen, mal beim Niesen. Kurz: Ich hatte die Schnauze voll. Dann stolper ich über dieses Buch mit dem charmanten Titel SOS, ich habe Rücken und denke: Ja, genau! SOS! HILFE! Und siehe da, Dima Kreis eilt herbei. Mit zwei Minuten am Tag. Zwei! Minuten! Da hab ich mehr Zeit gebraucht, um den Fernseher wieder aus dem Standby zu holen.
Was soll ich sagen? Das Konzept ist so simpel wie genial. Die Übungen sind kurz, knackig, und man hat nicht das Gefühl, gleich einen Yoga-Diplom machen zu müssen. Besonders gefallen hat mir, dass nicht nur der Rücken im Fokus steht, sondern auch der ganze Rest vom Körper mal Beachtung bekommt hallo, Flanken! Wann habt ihr zuletzt was für eure Flanken getan? Eben.
Die Erklärungen sind verständlich, der Ton angenehm locker keine Fachsimpelei, bei der man gleich einen Anatomie-Atlas nebenlegen muss. Und ja, ich hab tatsächlich ein paar Lieblingsübungen gefunden. Mein persönlicher Favorit heißt Ahhh, endlich locker! nicht offiziell so benannt, aber so fühlt es sich an.
Warum keine fünf Sterne? Naja, manchmal hätte ich mir noch ein bisschen mehr visuelle Schritt-für-Schritt-Begleitung gewünscht. Manche Übungen musste ich zweimal lesen, bevor ich wusste, wo oben und unten ist und das lag nicht nur an meinem Rücken. Trotzdem: Ein echter Gamechanger für Rücken-Geplagte mit wenig Zeit und null Bock auf stundenlange Dehnsessions.
Unterm Strich: Ein Buch, das nicht nur verspricht, sondern wirklich entlastet den Rücken und das schlechte Gewissen. Danke, Dima. Mein Rücken und ich reden wieder miteinander.