Dies ist der zwölfte Band in dieser Reihe, für mich aber war er der erste und bestimmt nicht der letzte Teil. Schon allein der Prolog war grausam und sehr spannend. Im Hafen von Norddeich wird eine Leiche gefunden, wie es aussieht ist es ein Biker, der mit seiner Maschine hineingestürzt ist. Aber nach genauer Untersuchung wurde festgestellt, dass der Mann ermordet wurde und er hatte die Visitenkarte von Jan de Fries in seiner Jacke, einem ehemaligen Strafverteidiger. Und just in diesem Moment ist auch Jan vor Ort, der mit einem Fischkutter unterwegs war. Er ist ein Bekannter von Hauptkommissarin Doro Oldenburg, die ihn um Hilfe bittet. Kurz darauf wird eine weitere Leiche gefunden. Diese war Mitarbeiterin bei dem Filmset, das ganz in der Nähe einen historischen Film dreht. Jan schmuggelt sich als Komparse dort ein und schon bald erfährt er einiges, z:B. dass dem Regisseur das Geld ausgeht, ein unheimlicher Friedhof wird angelegt und auch die Wetterkapriolen verhindern weitere Aufnahmen. Der Autor führt uns geschickt in die Arbeit beim Film ein, erklärt einzelne Schritte und Szenen. Besonders angetan war ich von der Beschreibung des Wetters, man konnte Sturm und Regenschauer spüren, der Wind, der durch die Dünen fegt und das Wasser der Nordsee ans Ufer klatscht. Bis fast zum Schluß war unklar, wer hier eigentlich die Taten begangen hat und als dann noch ein weiterer Mord geschieht, scheint die Angelegenheit zu eskalieren und Jan befindet sich in sehr großer Lebensgefahr. Durch das ganze Buch zieht sich ein roter Faden von Verdächtigen. Lange, sehr lange, bleibt man im Unklaren, bis dann fast am Ende des Buches das große Finale kommt. Der Schreibstil ist sehr flüssig mit klaren Aussagen und der Spannungsbogen erhöht sich von Kapitel zu Kapitel. Das Cover zeigt die stürmende See, dunkle Wolken und man sieht beinahe, wie sich das Strandgras im Sturm biegt. In diesem Krimi durften wir auch dem Filmset auf die Finger schauen