Im Zuge der allseits um sich greifenden Digitalisierung haben sich parallel zum boomenden Online-Handel technisch innovative Internetbezahlverfahren entwickelt. So auch die sogenannten Zahlungsauslösedienste. Sie ermöglichen die einfacheZahlung im Internet ohne Kreditkarte, nur auf Grundlage des Online-Bankings, weisen aber durch den Zugriff auf das Konto (Open Banking) auch spezifische Risiken auf.
Zahlungsauslösedienste bieten eine technisch-innovative Möglichkeit zur Zahlung im Internet nur auf Grundlage des Online-Bankings. Berührt sind durch den Zugriff auf das Konto (Stichwort: Open Banking) durch den Drittdienstleister Belange der Sicherheit, des Datenschutzes und des Wettbewerbs. Diese Aspekte haben Anlass zur Regulierung durch den europäischen Gesetzgeber gegeben, der im Zuge der Zweiten Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) erstmals einen Rechtsrahmen für Zahlungsauslösedienste schuf. Elisabeth Meister widmet sich dem nationalen Umsetzungsrecht an der Schnittstelle zwischen Zivil- und Aufsichtsrecht. Ausgehend von einer grundlegenden Einordnung des Phänomens der Zahlungsauslösedienste in das Umfeld des Zahlungsverkehrs unternimmt sie zunächst eine vertiefte Systematisierung des Tatbestandes und der einzelnen Erscheinungsformen von Zahlungsauslösediensten, um sich anschließend den privatrechtlichen Beziehungen zwischen den mit diesen Diensten in Zusammenhang stehenden Akteuren zuzuwenden.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Teil I: Dritte im Zahlungsverkehr
§ 1 Überblick, Begriffsbestimmungen, Hintergrund
§ 2 Europarechtlicher Bezugsrahmen
Teil II: Allgemeiner Teil
§ 3 Technische Funktionsweise, Tatbestand, Abgrenzungen
§ 4 Praxisüberblick
Teil III: Besonderer Teil
§ 5 Dritte Zahlungsdienstleister im Normgefüge des BGB
§ 6 Rechtsverhältnisse zwischen den an der Erbringung von Zahlungsauslösediensten Beteiligten
§ 7 (Aufsichtsrechtliche) Pflicht des Zahlungsauslösedienstleisters zur starken Kundenauthentifizierung
Teil IV: Weitere Rechtsgebiete
§ 8 Geldwäsche
§ 9 Glücksspiel
Zusammenfassung