Der Roman "Das Orangenblütenversprechen" von Eva-Maria Bast lädt schon mit dem Cover zu Träumen ein.Eigentlich hat Magdalena scheinbar alles. Sie führt ein glückliches Leben mit ihrem eigenen Cafe "Little Mallorca" in London. Auf seltsame Weise fühlt sie sich von der spanischen Insel Mallorca angezogen. Und plötzlich bekommt sie ein überraschendes Schreiben, dass sie sich auf der Insel bei einem Notar melden soll, sie hat geerbt. Doch wer und was steckt hinter diesem mysteriösen Erbe? Die Neugier kann Magdalena nicht halten und so bricht sie nach Mallorca auf. Also nähert sie sich Schritt für Schritt einem lang gehüteten Familiengeheimnis. Was hat das Schicksal der jungen Maria Lourdes Fuentes, die vor hundert Jahren auf der Plantage gelebt hat, mit Magdalena zu tun?Der Schreibstil der Autorin ist gelungen, leicht, flüssig und bildhaft. So genießt man es, die Figuren und auch die Insel kennenzulernen. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, so begegnet man Maria Anfang des 20. Jahrhunderts und Magdalena lernt man in der Gegenwart um 1978 kennen.Maria lernt man als selbstbewusste Frau kennen, die weit vor ihrer Zeit war. So kämpfte sie für den Bau der Eisenbahn in ihrer Region, um das Überleben der Orangenplantage ihres Vaters und der anderen Orangenbauern in der Umgebung zu sichern.Angekommen auf Mallorca stellt sich Magdalena immer noch die Frage, wie sie zu einem Erbe auf der spanischen Insel kommt. Ein Herrenhaus, eine Orangenplantage und ein Marmeladenrezept. Mit Hilfe des Anwaltes Javier und Elena, einer alten Freundin von Maria, geht sie dem Geheimnis ihrer Familie auf den Grund. Und bald auch stößt ihre Großmutter zu ihren.Die Geschichte ist spannend, fesselnd und doch gefühlvoll beschrieben. Eine Geschichte um ein Familiengeheimnis, was ich so definitiv nicht erwartet hätte. Absolute Leseempfehlung!