Worum gehts?
Harlow hasst nur eine Sache mehr als das Leben bei den göttlichen Kriegerinnen von Artemis: Die Götter selbst. Als ihr Lager jedoch von mystischen Kreaturen angegriffen und ihre beste Freundin schwer verletzt wird, bleibt ihr keine andere Wahl, als Loki, den Gott des Chaos aufzusuchen und um Hilfe zu bitten ohne zu ahnen, was das für ihr Leben und ihr Herz bedeutet.
Meine Meinung:
Als riesiger Mythologie-Fan musste dieses Buch definitiv auf meiner Leseliste landen, insbesondere da ich Teil eins und zwei direkt hintereinander weg lesen wollte und das zum Glück auch tun konnte. Mit dem Ende bin ich persönlich zwar nicht ganz glücklich, Spaß beim Lesen hatte ich aber insgesamt trotzdem.
Schreibstil und Einstieg in die Geschichte haben mir sehr gut gefallen, da die Welt und das Leben bei den Agrai zwar recht langsam vorgestellt wurden, ich mich aber trotzdem nicht gelangweilt habe. Irritiert hat mich zu Beginn (und ehrlicherweise auch am Schluss noch immer) eigentlich nur die Tatsache, dass Protagonistin Harlow so einen modernen Namen hatte, während sämtliche andere Figuren immerhin als halbwegs antike Charaktere durchgegangen sind.
Abgesehen davon fand ich Harlow als Figur aber ziemlich sympathisch, natürlich hat sie auch einige Klischees einer auserwählten Protagonistin erfüllt, dabei war sie aber nicht ganz abgehoben und hat zumindest größtenteils noch rationale Entscheidungen getroffen. Ihre Reise mit Loki hat mir beim Lesen wirklich Spaß gemacht, da ich das Konzept von Abyssos und den Mix unterschiedlicher Mythologien in der Praxis total interessant fand und mehr über diese Welt erfahren wollte. Die Logik des Settings hat dabei zwar weniger eine Rolle gespielt als die Reise an sich, meine Begeisterung und vor allem meine Vorfreude auf Band zwei waren jedoch trotzdem geweckt.
Auch die Entwicklung des Deals zwischen Loki und Harlow war für mich zumindest glaubwürdig und rein von der Entwicklung ihrer Gefühle her eigentlich auch recht authentisch dargestellt. Der Wandel von Hass zu Liebe ging mir zwar in Relation zur Länge der Ereignisse (eigentlich waren das nur wenige Tage) zwar etwas zu schnell, auf die Länge des Buches gesehen war der Handlungsbogen aber angemessen gestreckt um diese Entwicklung auch tragen zu können.
Auf Band zwei bin ich daher direkt gespannt, da mir das Ende zwar nicht so richtig überraschend vorkam, meine Neugierde aber natürlich trotzdem geweckt hat. Die Figuren wiederzutreffen wird definitiv spannend, weshalb ich direkt weiterlesen und mehr über die Götter und ihre Motive erfahren will.
Fazit:
Für mich hat sich diese Geschichte auf jeden Fall gelohnt, weshalb ich schon sehr gespannt auf Band zwei bin. Die Welt der Götter und insbesondere die Hintergründe des zentralen Konflikts in diesem Buch hatten in meinen Augen definitiv noch ein bisschen mehr Potenzial, gelangweilt habe ich mich beim Lesen aber auch so auf gar keinen Fall.
Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.