Dieser elfte Band der humorvollen Provinzkrimi-Buchreihe setzt vielfältige Formen der Limitierung und Grenzüberschreitung in mehrfacher Hinsicht ausdrucksstark und bildgewaltig äußerst gekonnt in Szene.
Die Einwohner von Brunngries sind sehr findig und immer für eine (kriminelle) Überraschung gut. Besucher dieses Orts stehen ihnen allerdings in nichts nach.
Dort scheint eine ganz besondere Form der Anziehung ihre Wirkung mit Strahlkraft nach außen zu entfalten.
...Ihre Probleme sind unser Ansporn
Risiken und Nebenwirkungen:
Man kann diesen Band durchaus auch als Quereinsteiger genießen, aber ähnlich wie bei Medikamenten sollte man sich eines gewissen Suchtpotenzials bewusst sein, das das Verlangen nach allen Bänden zur Folge haben kann.
Friedrich Kalpensteins flüssiger, bild- und lebhafter, liebevoll detaillierter, humorvoller sowie empathischer Schreibstil ist so mitreißend, dass man seine Bücher gar nicht mehr aus den Händen legen mag. Er ermöglicht das Eintauchen in die Szenerie und dadurch das Miterleben.
Das eindrucksvolle, atmosphärische, emotionale, bis zum Schluss spannende, action- und wendungsreiche sowie unterhaltsame Geschehen zog mich von Beginn an in den Bann.
Die unterschiedlichen, mehr oder weniger sprachgewandten, schlagfertigen Charaktere und das Lokalkolorit arbeitet der Autor in mehrfacher Hinsicht unwiderstehlich charmant und reizvoll unter anderem auch mit Hilfe von Frotzeleien aus, wobei die beiden einfließenden Dialekte (Bairisch und Berlinisch) das Wohlfühl-Flair dieser Geschichte gekonnt unterstreichen.
Da er uns an allen ermittlungsrelevanten Informationen teilhaben lässt, bereitet das Miträtseln und -fiebern großes Vergnügen.
Auf ein Leben am Limit und darüber hinaus!