Es ist klischeebeladen, uninspiriert, auf einer merkwürdigen Art anbiedernd und gleichzeitig passiv-aggressiv.
Es wurde versprochen, dass diese Bücher nicht einfach nur Liebesromane seien, sondern "echter", einfühlsamer, mit aufrichtiger Stimme...kann ich leider nicht bestätigen.Im Gegenteil, ich fand dieses Buch auf einer merkwürdigen Art anbiedernd und gleichzeitig passiv-aggressiv.Die Autorin bedient sich durch die Bank weg an Klischees. Das beginnt schon bei den Figuren: Wir haben den wortkargen, aber heißen Sportlertypen, der natürlich der Bruder der besten Freundin ist und von der Protagonistin heimlich angeschmachtete wird, aber natürlich unerreichbar ist und auch gemein zu ihr war in der Vergangenheit. Er aber natürlich in Wahrheit...und so weiter, wir können es uns alle denken - voll rein in den Klischeetopf.Die Protoginistin kann nicht für sich einstehen, spricht immer nur leise, wenn überhaupt, sieht natürlich wunderschön aus, ist sich dem aber nicht bewusst. Sie tut Dinge, die sie angebelich eigentlich nicht will, aber in Folge sich hinderte Seiten lang in Selbstmitleid suhlt.Die Klischees gehen weiter in den Familienkonstellationen, in der Entwicklung der Geschichte, aus welcher Schicht die Figuren stammen (Bestsellerautorin, Sport-Star, FashionFotografin, Erben eines Großkonzern) usw.Das passiv-aggressive zeigt sich z.B. dadurch, dass die Protaginistin zufällig Autorin von Liebesromanen ist und die fiesen Männer in dem Buch über ihre Romane bzw. das Genre herziehen. So entledigt man sich gleich vorsoglich jeglicher Kritik - praktisch.Denn Argumentation liest man natürlich nicht. Es gibt keine Debatte, das Thema wird geschlossen, bevor es geöffnet wird. Es bleibt auf dem Niveau von: Wenn du Liebesromane nicht liebst und ernst nimmst, bist du gemein.Die ständigen Wiederholungen, sowohl thematisch, als auch durch immer wiederkehrenden Phrasen, fand ich wirklich unangenehm zu lesen und vor allem uninspiriert.Die Autorin versucht so krampfhaft "anders" und "korrekter" zu sein, dass es absolut klischeehaft und abgedroschen wird.Damit meine ich z.B., dass in dem Buch der Mann sexualisiert wird, statt die Frau; dass randhafte erwähnen von Privilegien, der "Fuckboy", der erwachsen geworden ist und sein früheres Ich bereut, die beste Freundin der Protaginstin, die etwas dicker ist, aber auch nicht wirklich und nur an den richtigen Stellen natürlich, usw.Das Problem ist, vertiefte Gedanken sucht man vergebens. Vertiefte Themen und Blickwinkel sucht man vergeblich.Wo wir gerade bei Blickwinkel sind: Ich fand, dass Lucas (Loveinterest) auffällig weiblich denkt und sich z.T. verhält. Er ist so eindeutich eine männliche Figur, die von einer weiblichen Autorin geschieben wurde, der es nicht gelungen ist oder sie sich keine Mühe gegeben hat, ihm eine autehtische Perspektive zu geben. Das schlägt insbesondere zur Buche, bei den Kapiteln, die aus seiner Sicht sind.Ich muss sagen, dieses Buch hatte nichts zu bieten. Es war nicht emotional, nicht gut geschrieben, nicht autentisch, nicht spannend, bot nichts neues, sondern ist klischeebeladen.