Meine Gesamtmeinung zu Die Freiheit der Libelle
Die Freiheit der Libelle hat mich vor allem durch seine besondere Atmosphäre und die eindrucksvollen Beschreibungen der Südtiroler Bergwelt begeistert. Das kleine Bergdorf, der Gletscher und vor allem die Menschen wurden für mich sehr lebendig und greifbar. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, wirklich in diese Landschaft und ihre ganz eigene Welt einzutauchen.
Besonders gefallen hat mir Marias Suche nach der Wahrheit und ihr Umgang mit der Vergangenheit. Dabei wurde für mich deutlich, wie lange Ereignisse zurückliegen können und trotzdem noch Jahrzehnte später auf Menschen und Familien nachwirken. Gleichzeitig fand ich den Gedanken der Vergebung sehr wichtig. Maria muss ihren eigenen Weg finden und sich von dem lösen, was ihr Vater getan hat. Denn jeder Mensch ist für seine eigenen Entscheidungen und Taten verantwortlich.
Eine meiner schönsten Stellen war die erste gemeinsame Wanderung von Maria und Thomas. Die Geburt eines Lammes und gleichzeitig das Finden eines verschollenen Menschen verbinden Glück und Leid auf besondere Weise. Auch Maria und Thomas kommen sich dabei näher und erkennen, wie gern sie einander haben.
Meine Lieblingsfigur war eindeutig Eva. Obwohl sie etwas eingeschränkt wirkt, treffen ihre kurzen und einfachen Aussagen immer genau den Kern. Gerade diese Klarheit und ihre besondere Sicht auf die Dinge haben mich sehr berührt.
Die Libelle ist für mich ein wunderschönes Symbol für Freiheit: leicht, elegant, schillernd und unabhängig. Freiheit bedeutet für mich, seine Meinung sagen zu dürfen, sich frei bewegen und selbst entscheiden zu können, wo und wie man leben möchte.
Was mir nach dem Lesen besonders bleibt, sind die Landschaft, die Menschen und die Erkenntnis, dass man nicht für die Taten seiner Vorfahren verantwortlich gemacht werden sollte. Insgesamt war es für mich eine atmosphärische und berührende Geschichte über Vergangenheit, Vergebung, Liebe und die Suche nach der eigenen Freiheit.