Ein autobiografischer Roman, Abenteuer, Gefängnisthriller und Charakterstudie in Einem
Die Geschichte dreht sich um Henri, der in Frankreich unschuldig zu einer lebenslänglichen Gefängnisstrafe in der Strafkolonie Französisch¿Guayanas verurteilt wird. Sowohl die Brutalität des Systems als auch vor allem die unerschütterliche Entschlossenheit des Erzählers zur Flucht bilden die Hauptdynamik des Buches. Besonders eindringlich werden die Erzählungen durch die Ich-Erzählperspektive, die einen in die Geschichte saugt. Es gelingt dem Autor stets eine Atmosphäre der Hoffnung zu kreieren.Der Hauptprotagonist wird durch die Ich-Perspektive besonders nachvollziehbar. Die tiefen Einblicke in seine Gefühle, Gedanken und inneren Konflikte sind sehr lebendig und mitreissend dargestellt und lassen Henri sehr sympathisch wirken. Auch relevante Nebenprotagonisten bereichern die Geschichte.Wer Abenteuerromane nach einer wahren Geschichte mit sehr viel Gefühl und Spannung mag, wird hier fündig.Der Schreibstil ist sehr facettenreich und voller interessanter und erschreckender Details, die sowohl den Lesefluss als auch die Atmosphäre des Buches sehr gut unterstützen.Insgesamt kann ich das Buch sehr sehr empfehlen.