Ein Vampir als Kriminalbeamter in Frankfurt.
Was auf den ersten Blick recht lustig klingt entpuppt sich letztendlich als richtig spannender Urban Fantasy Krimi!
Boris ist ein Vampir, der eine Ausbildung zum Kriminalbeamten macht und letztlich in einem bunt gemischten Team unter der Leitung des Werwolfs Martin van Helsing landet. Mit diesem Team arbeitet er an einem spannenden Kriminalfall und wird dabei nicht nur mit anderen Vampiren als Gegenspieler konfrontiert, sondern muss sich auch mit sich selbst auseinandersetzen.
Besonders die Dynamik zwischen den Hauptcharakteren Boris und Van Helsing finde ich sehr interessant gestaltet. Aber auch die Dynamiken mit und zwischen den anderen Charakteren sind spannend. Die Charaktere sind divers und je nach Rolle auch durchaus tiefgründig gestaltet. Dabei schafft es der Autor eine natürliche Diversität zu kreieren, die nicht gezwungen wirkt.
Die Hauptfiguren Boris und Van Helsing, so wie einige der Nebencharaktere, kennt man bereits aus der Mona-Trilogie (vom selben Autor). Wenn man diese gelesen hat ist man besonders mit Boris bereits vertraut und weiß schon etwas mehr über die Dynamik zwischen den Hauptcharakteren. Dennoch lässt sich Boris Blutlinie durchaus auch als alleinstehendes Werk lesen.
Da ich die Mona-Bücher bereits gelesen hatte, war es immer ein tolles Erlebnis den Zusammenhang zu eben diesen zu erkennen. Dem Autor ist es dabei auch gut gelungen, diesem Krimi eine viel düstere bzw. ernstere Note im Vergleich zur Mona-Reihe zu geben, während es sich dabei trotzdem nach der gleichen Welt anfühlt.
Ohne zu viel zu verraten muss ich sagen: das Finale empfinde ich als wirklich episch und gelungen!
Insgesamt war ich selten von einem Buch so sehr gefesselt wie von diesem. Es bietet eine wirklich gelungene Mischung aus Spannung, Humor und Gefühlen.
Wer Urban Fantasy mag und einen spannenden Kriminalfall verfolgen möchte, der sollte diesem Buch unbedingt eine Chance geben.