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Mein erstes T-Shirt als Taschenbuch
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Mein erstes T-Shirt

Mit e. Vorw. v. Wladimir Kaminer.
Taschenbuch
Fernsehuhren mit und ohne Striche, die erste Liebe, das erste T-Shirt - hintersinnig und witzig erzählt Jakob Hein von Jakob Hein, einem Jugendlichen im ganz normalen Wahnsinn der letzten DDR-Jahre: ein Alltag unter verschärften Bedingungen und voll … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Mein erstes T-Shirt
Autor/en: Jakob Hein

ISBN: 3492237398
EAN: 9783492237390
Mit e. Vorw. v. Wladimir Kaminer.
Piper Verlag GmbH

1. Januar 2003 - kartoniert - 160 Seiten

Beschreibung

Fernsehuhren mit und ohne Striche, die erste Liebe, das erste T-Shirt - hintersinnig und witzig erzählt Jakob Hein von Jakob Hein, einem Jugendlichen im ganz normalen Wahnsinn der letzten DDR-Jahre: ein Alltag unter verschärften Bedingungen und voll der Sehnsucht nach Cola, Netzhemd, Westfernsehen und stilvollen Besäufnissen mit Kuba-Rum in sturmfreien Partybuden. Hier hat sich einer gekonnt den verordneten Grenzen entzogen und seine Freiheit gewahrt.

Portrait

Jakob Hein, geboren 1971 in Leipzig, wuchs in Berlin auf, wo er heute als praktizierender Arzt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen lebt. Neben den Bestsellern »Mein erstes T-Shirt«, »Formen menschlichen Zusammenlebens« und »Herr Jensen steigt aus« erschienen unter anderem von ihm sein autobiografisches Familienporträt »Vielleicht ist es sogar schön«, »Gebrauchsanweisung für Berlin«, »Antrag auf ständige Ausreise«, »Der Alltag des Superhelden«, »Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht« und der Roman »Liebe ist ein hormonell bedingter Zustand«.

Pressestimmen

"Zigarrenrauchend, mit Ironie im Gesicht, Westgeld in der linken Hosentasche und Ostgeld in der rechten. Also: ein Weltmensch made in DDR.", Wladimir Kaminer 20151120

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 01.12.2001

Darauf eine Grüne Wiese
Jakob Heins Ost-Berliner Jugend · Von Friedmar Apel

Jakob Hein ist Arzt an der Charité und 1971 geboren. Weil also seine Jugend schon ein Weilchen her ist und die DDR auch, schreibt er gern seine schönsten Erlebnisse in Elternhaus, Kindergarten, Schule und Patenschaftsbetrieb auf. Die liest er dann sonntags auf der Reformbühne "Heim und Welt" vor. Jetzt sind sie endlich als Buch erschienen. Dafür hat ihm sein Freund Wladimir Kaminer ein Vorwort geschrieben. Darin teilt er mit, Hein gebe sich gelegentlich "als großer Freidenker, Dissident und Philosoph, eine Mischung aus Charles Bukowski und Heiner Müller, der in der DDR politisch aktiv war und wie viele seiner Zeitgenossen auf beiden Seiten der Barrikade kämpfte".

Das soll vermutlich so "gnadenlos witzig" sein wie die "Russendisko" und Heins Geschichten. Die sind aber auch lehrreich. Sie zeigen nämlich, daß eine Ost-Berliner Jugend um 1980 ziemlich genau so war wie eine West-Berliner Jugend um 1960. Man benutzte Adjektive und Adverbien wie "schau", "schnafte" und "tüffig" und schrieb Mädchen häßliche Sachen ins Poesiealbum. Die Lehrer waren autoritäre Trottel, die mit dem Schlüsselbund nach einem warfen, und die Polizisten wurden "Bullen" genannt. "Erziehung war gegen alles, was Spaß macht, ausgerichtet." Nur bei der Ferienarbeit im Betrieb lernte man, wie man sich zielgerichtet besäuft, um noch vor halbzehn zu kotzen. Memmen tranken Cola-Weinbrand, richtige Jungs Gin-Tonic. Richtige Mädchen hatten "auftoupierte Haare, blasses Gesicht, weißes Hemd, schwarze Klamotten" und schlürften "Grüne Wiese".

Die Mauer, die heute "in den Köpfen steht", war damals "eine alle Menschen im Geiste verbindende Installation aus Beton, Stacheldraht und Tausenden Aktionskünstlern in Fantasieuniformen. Es war das erfolgreichste Beispiel von Performance-Kunst weltweit." Das sah man im Westen vorher schon genauso, deshalb wurden diese Tribünen für Touristen und Staatsgäste gebaut. Daß das Ganze Schandmauer genannt wurde und nicht antifaschistischer Schutzwall, erhöhte nur den Kitzel. Jakob Hein hat aber schon als Knabe geahnt, daß diesem ambivalenten Kunstwerk keine lange Lebensdauer vergönnt sein würde.

Überhaupt sind ein paar kleine Unterschiede zu notieren. Im späten Osten hörte man Udo Lindenberg und nicht Peter Kraus, und man hatte eine Oma, die "na hallo-ballo!" sagte, wenn man ihr Gottes Segen wünschte. In der Schule fragten die Lehrer, ob die Fernsehuhr Punkte oder Striche hat, und manchmal schaute die Stasi vorbei, um zu fragen, ob man nicht Lust hätte, sich in der kirchlichen Umweltbibliothek mal ein bißchen umzusehen.

Man hatte auch schon mal eine Freundin, die rübermachen wollte, was in West-Berlin relativ selten vorkam. Vor allem aber nannte man ein T-Shirt im Osten Nicki (sächlich). Im Westen aber war ein Nicki (männlich) ein Pullover aus Samtimitat gewesen. Um die Verwirrung komplett zu machen, zeigt das Titelbild von Heins Buch ein auf der Sitzgruppe ausgebreitetes rotes Polohemd mit falscher Knöpfung. Kein Wunder, daß die Kommunikation schwierig bleibt. Beim Berliner Leibgericht scheint aber trotz unterschiedlicher Terminologie das Gemeinte gleich gewesen zu sein: "Es bestand aus Kartoffelbrei, aufgewärmtem geronnenen Schweineblut und aufgewärmten durchgedrehten Schweinseingeweiden." Das hieß dort Schlachteplatte, hier Blut- und Leberwurst. Einen bei der MITROPA geklauten "Pfeffi" hinterher gekippt wie seinerzeit einen "Ratzeputz", dann überstand man beidseitig auch das. Also so bekam sie Kopf und Magen, die Jugend in West-Berlin und Ost-Berlin. Ziemlich "verschnarcht" war alles, aber im Rückblick auch ganz lustig.

Jakob Hein: "Mein erstes T-Shirt". Roman. Piper Verlag, München 2001. 152 S., br.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.

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