Auf "Glutinsel" hatte ich mich tatsächlich sehr gefreut, der Klappentext klang richtig gut, erwartet hat mich eher ein Spannungsroman. Von dem beklemmenden Gefühl, was einen Thriller ausmacht, konnte ich leider nichts spüren.
Aber worum geht es?
Teneriffa 2019. Die Zwillinge Mario und Laura Ardoz erkunden nach Marios' Chemotherapie die kanarischen Inseln. Doch Mario erleidet einen Rückschlag und muss ins Krankenhaus. Als er entlassen wird, wurde Laura tot aufgefunden. Während die Polizei ermittelt, begibt sich Mario selbst auf Spurensuche, denn Laura hat vor ihrem Tod zahlreiche Hinweise hinterlassen.
Das Setting hat mir richtig gut gefallen, doch die Charaktere blieben mir einfach viel zu blass. Trotz der immer wiederkehrenden Rückblenden der Zwillinge, konnte ich mich gar nicht richtig in Marios Lage reinfühlen. Meiner Meinung nach wurde auch der Komissarin zuviel Aufmerksamkeit geschenkt. Über sie erfährt man einiges, was aber nicht wirklich relevant für die Geschichte ist. Dementsprechend kam auch hier die Spannung etwas zu kurz. Auch die Sache mit den "Hinweisen" kam anders als erwartet. Ich dachte, sie führen Mario zum Mörder, war aber nicht so.
Was ich positiv hervorheben möchte, ist der einfache Schreibstil und das man wirklich bis zum Schluss nicht wusste, wer der Mörder von Laura ist. Wobei auch das Ende mich nicht 100% überzeugen konnte. War etwas schade, da hab ich mir einfach was anderes darunter vorgestellt.
Es gibt von mir 3 Sterne, für mich war das leider kein Thriller. Aber jemand der Krimis mag, ist hier vielleicht richtig!