"Nichts ist vergessen" des Autors Jo Adler ist in meine Augen ein vielversprechender Auftaktband zu einer Reihe mit sehr viel Entwicklungspotential.
Franziska Löwe bekommt bei einem neuen Fall einen Kollegen aus dem Sauerland zugeteilt, der nicht nur gerade erst bei der Mordkommission angefangen hat, sondern auch mit ihrem Chef verwandt ist. Dies ergibt für Tom Herbst keinen glücklichen Einstieg und Franziska geht auch erst einmal auf Abwehr.
Der Fall den Franziska und ihr Team lösen müssen spielt letztendlich auf 2 Zeitebenen und verbirgt ein trauriges Familiengeheimnis, welches niemals an Öffentlichkeit kommen sollte.
Die 17-jährige Sally steht im Mittelpunkt der Ermittlungen, soll sie doch ihren Englischlehrer erstochen haben. Sie schweigt zu den Vorwürfen, wie zu allen anderen Fragen die ihr gestellt werden. Franziska hat einen Bezug zu der Schule, war doch ihr Vater an der Schule Lehrer, sie selber hat diese allerdings nie besucht, da es sich um eine teure Privatschule handelt. Sie ist während er Ermittlungen hin- und hergerissen zwischen Professionalität und Emotionen. Alles scheint bei einer Stufenfahrt 1990 seinen Anfang genommen zu haben und zieht Kreise bis in Gegenwart und dem aktuellen Fall.
Mir gefällt das buntgemischte Team sehr gut, bringt es doch Abwechslung in die Krimi-Landschaft und bietet noch einiges an Möglichkeiten. Ton und Franziska sind im Laufe der Ermittlungen ein wenig zusammen gewachsen mit einiger Luft nach oben.
Mich hat "Nichts ist vergessen, sehr gut unterhalten und ich freue mich auf einen Folgeband.