Nicht ganz, was ich erwartet habe, aber sehr interessant
- Inhalt -1920 werden die ersten Studentinnen an der Universität Oxford aufgenommen. Vier junge Frauen werden - vereint durch die Ablehnung, die ihnen von vielen Seiten entgegenschlägt - zu engen Freundinnen. Sie alle tragen Geheimnisse und Wunden der Vergangenheit mit sich. Und sie müssen entscheiden, wer sie in Zukunft sein wollen.- Rezension -Obwohl mir klar war, dass ein Roman über die erste Studentinnen-Generation eigentlich keine locker-leichte Lektüre sein kann, war ich ein wenig überrascht. Anhand des Klappentextes hatte ich nicht vermutet, dass zwischenzeitlich persönliche Weltkriegs-Traumata der jungen Frauen eine so große Rolle spielen würden. Zwischenzeitlich kam mir da das eigentliche Thema des Studiums ein wenig zu kurz.Was ich besonders interessant fand, waren die Regeln, die für Studentinnen im damaligen Oxford galten und die die Autorin nach eigenen Angaben genau übernommen hat. Von Gleichberechtigung kann da wahrlich keine Rede sein. Auch die Erlebnisse der vier Frauen in Vorlesungen und bei anderen Veranstaltungen zeigen, welchen Stand sie bei ihren männlichen Kommilitonen hatten. Erschreckend, wenn man bedenkt, dass das eigentlich noch nicht lang her ist.Was mir auch sehr gut gefallen hat, war die gesellschaftliche Vielfältigkeit der vier Frauen. Von der Pfarrerstochter mit Stipendium bis zur wohlhabenden Studentin, die sich beweisen will, ist alles dabei und so erhält man gute Einblicke in die Gesellschaft der damaligen Zeit.