Vor einigen Jahren habe ich Die Analphabetin, die rechnen konnte unbedingt haben müssen. Es wurde in den Medien sehr gelobt. Dann blieb es bei mir leider ungelesen liegen und jetzt fand ich keinen hundertprozentigen Zugang mehr.
Mir war die Geschichte einfach zu überzeichnet. Ständig passiert irgendetwas Unvorhergesehenes und meist nichts Positives für Nombeko. Die Aktionen der Nebenfiguren sind oft schräg, skurril oder einfach verrückt und zu weit hergeholt.
Es gibt durchaus auch witzige Stellen, Passagen oder Handlungen, leider wogen die für mich das ganze Geschehen nicht auf. Je weiter ich dem Ende zukam, desto mehr zog sich die Story in die Länge.
Für mich hat Jonas Jonasson hier ein Buch verfasst, das zwar einfach zu lesen ist, vom Schreibstil her, das aber mitunter etwas mühsam wird, wenn die Personen wieder einmal zu exzentrisch handeln. Auch dauert es gefühlt zu lange, bis Nombeko endlich ihre Habe aus ihren Händen bringt.
Für die Fans des Autors sicher ein gutes Buch, für andere Leser möglicherweise eher Durchschnitt.