Die Freundinnen vom Strandbad

Wellen des Schicksals | Roman. 1. Auflage.
Taschenbuch
Kundenbewertung: 15 review.image.5 review.image.5 review.image.5 review.image.5 review.image.1

Ein berührender Sommerroman über die Zeit der deutschen Teilung 

Ost-Berlin, an einem heißen Julitag 1956: Ein dramatischer Badeunfall lässt drei junge Mädchen zu unzertrennlichen Freundinnen werden. Obwohl sie aus sehr unterschiedlichen Verhältnissen

weiterlesen
Dieser Artikel ist auch verfügbar als:
Taschenbuch

11,99 *

inkl. MwSt.
Portofrei
Sofort lieferbar
Zustellung: Di, 05.07. - Do, 07.07.
  • Bewerten
  • Empfehlen
Die Freundinnen vom Strandbad als Taschenbuch

Produktdetails

Titel: Die Freundinnen vom Strandbad
Autor/en: Julie Heiland

ISBN: 3548065597
EAN: 9783548065595
Wellen des Schicksals | Roman.
1. Auflage.
Ullstein Taschenbuchvlg.

27. Mai 2022 - kartoniert - 624 Seiten

Beschreibung

Ein berührender Sommerroman über die Zeit der deutschen Teilung 

Ost-Berlin, an einem heißen Julitag 1956: Ein dramatischer Badeunfall lässt drei junge Mädchen zu unzertrennlichen Freundinnen werden. Obwohl sie aus sehr unterschiedlichen Verhältnissen kommen, teilen sie von nun an alles miteinander: Claras Träume von einem Leben im Westen, Bettys Liebe zum Film und einem regimetreuen Regisseur und Marthas Begeisterung für die FDJ. Die drei erleben die Höhen und Tiefen der ersten Liebe und streben gemeinsam nach Freiheit und Glück nichts bringt sie auseinander. Bis schließlich der Bau der Mauer ihre Heimatstadt teilt und sie  vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens stehen:  fliehen oder bleiben? 

 Große Gefühle für alle Fans von Weissensee und Charité

*Besondere Ausstattung mit strukturiertem Umschlagpapier*

Das Lesevergnügen geht weiter:

Band 2: Die Freundinnen vom Strandbad. Wogen der Freiheit, August 2022

Portrait

Julie Heiland wurde 1991 geboren. Sie hat Journalistik studiert und eine Rhetorik- und Schauspielausbildung gemacht. Sie lebt in der Nähe von München.

Pressestimmen

»Ein berührender Sommerroman über die Zeit der deutschen Teilung.« Tina

»Julie Heiland zeigt bewegende Schicksale, wie die drei jungen Frauen und ihre Freunde zusammen erwachsen werden und Entscheidungen treffen müssen, für die sie eigentlich noch zu jung sind, die aber ihr weiteres Leben extrem beeinflussen werden. Außerdem zeigt sie, dass wahre Freundschaft einen fast alles aushalten lässt. Mich hat dieses Buch sehr berührt und ich bin extrem gespannt, wie es mit Martha, Betty und Clara im nächsten Band weitergeht.« nichtohnebuch.de
Bewertungen unserer Kunden15
Drei Freundinnen in der DDR
von Books of Tigerlily - 03.07.2022
Ich bin per Zufall zu diesem Buch gekommen und habe es innerhalb von zwei Tagen gelesen. Es behandelt im Prinzip eine klassische Coming of Age -Geschichte dreier Freundinnen. Diese sind dabei sehr überzeugend gezeichnet, verfügen sie doch jeweils über den entsprechenden Tiefgang und können auch im zwischenmenschlichen Dialog überzeugen. Ihre Entwicklungen und Emotionen sind nachvollziehbar, jede einzelne Entwicklung der Freundinnen hat mich wahnsinnig mitfiebern lassen. Dabei erzählt die Geschichte das Aufwachsen und Leben in der DDR kurz vor dem Mauerbau sehr eindrücklich. Man erlebt die Auswirkungen dieses Überwachungsstaates in diversen Alltagssituationen und aus verschiedenen Perspektiven - für mich sehr spannend, kenne ich dies doch nur aus Erzählungen und Dokumentationen. Genau diese Mischung aus geschichtlich brisantem Hintergrund und emotionaler Charakterentwicklung haben dieses Buch zu einem ganz besonderen Summer Read gemacht, es hat Witz und Charme mit dem nötigen Tiefgang gekonnt vereint. Ich freue mich auf das baldige Erscheinen der Fortsetzung.
Freundinnen für immer in der DDR
von Sommerlese - 03.07.2022
Ost-Berlin, Sommer 1956. Die völlig verschiedenen Mädchen Martha, Betty und Clara retten gemeinsam im Strandbad Müggelsee einen Mann vor dem Ertrinken. Dieses Erlebnis schweißt sie zusammen und sie werden beste Freundinnen und verbringen ihre Freizeit gemeinsam im Strandbad. Jede von ihnen hat ihre persönlichen Zukunftsträume, die aber in der DDR durch besondere Hürden erschwert werden. Einige Jahre später werden sie durch den Mauerbau vor die entscheidende Frage ihres Lebens gestellt: bleiben oder alles riskieren und fliehen! Die Protagonistinnen unterscheiden sich charakterlich und bezüglich ihrer Familiengefüge sehr voneinander. Marthas Eltern sind regimetreue Bürger der DDR und auch die schüchterne Martha engagiert sich in der FDJ, während sich Claras Eltern dem Sozialismus nicht anpassen, deshalb schikaniert werden und auch Clara trotz ihrer Intelligenz in der Schule und bei ihrem Berufsziel als Astronautin eingeschränkt ist. Betty, die attraktive Tochter des Strandbadleiters und seiner alkoholkranken Frau, ist der Star der Schule, sie geht mit der Mode und möchte Schauspielerin werden, am liebsten sogar gleich in Hollywood. Die Jahre ihrer Jugend eint die so unterschiedlichen Mädchen, sie erleben ihre erste Liebe und wissen von den Geheimnissen untereinander. Das politische Regime, persönliche Schicksalsschläge und die Liebe erschweren ihre geheimen Träume und als die Berliner Mauer gebaut wird, müssen sie ihre Ziele neu abstecken oder alles wagen. Bei diesem Roman steckt man sofort mittendrin im Geschehen und erlebt an der Seite der Freundinnen alles haargenau mit. Die Drei bilden eine Art Musketiere, auch wenn jede eine andere Ausgangslage und andere Ziele verfolgt, so unterstützen sie sich auf wunderbare Weise. Julie Heiland erzählt sehr flüssig und mit packenden Erlebnissen, sie bringt die Handlung mit lebensnahen Dialogen genau in die damalige Zeit und legt die Probleme der Menschen offen dar. Sie zeigt, wie die Partei in das Leben der Menschen eingriff und ihnen ihre Ausbildung oder ein Studium, eine Beförderung oder eine Anstellung von ihrer Parteizugehörigkeit abhängig machte. Abwechselnd werfen wir einen Blick in das Leben von Betty, Martha und Clara und erleben die Sommer im Freibad, ihre erste Verliebtheit und private Träume und Schwierigkeiten, die sie sich gegenseitig offen erzählen. Dabei gibt es aufwühlende Dinge und die gesellschaftlichen Geflogenheiten und die über allem drohende Parteiabhängigkeit werden sehr eindringlich deutlich gemacht. Der liebenswerte Umgang und das tolle Verständnis der Freundinnen in ihren Krisen war für mich ein besonderes Erlebnis. Jede junge Frau bringt ihre persönlichen Probleme mit und das macht die Story so spannend. Allerdings hat mich die Menge an politischen und privaten Schwierigkeiten, an Liebesdingen und an klischeehaften Vorstellungen (von Betty) auch insgesamt etwas überrollt. Ich hatte das Gefühl, dass in diesem Buch alle entscheidenden und negativen Themen der Regimeführung eingebaut werden sollten. Das hat mich zwar sehr gefesselt, ist aber vielleicht ein wenig über das Ziel hinausgeschossen. Außerdem bin ich über den Begriff der Ausreise-Anträge gestolpert, die meines Wissens nach erst nach 1961 auf dem Plan standen. Hier wurde es aber früher datiert und ist deshalb wohl als fehlerhaft einzustufen. Trotz meiner Kritikpunkte wurde ich spannend, aufwühlend, interessant und mit einer Vielzahl an Charakteren gut unterhalten und warte schon neugierig auf die Fortsetzung der Reihe.
Eintauchen in die Jugend dreier Mädchen in Ostberlin
von Insel - 27.06.2022
Clara, Martha und Betty sind drei junge Mädchen, die im Strandbad Müggelseee an einem Nachmittag einen Badegast retten und so sich näher kennenlernen. Sie werden richtig gute Freundinnen, obwohl sie sehr verschieden sind, sie unterschiedlich aufwachsen und ganz unterschiedliche Träume haben. Clara wächst in einem systemkritischen und sehr liebevollen Elternhaus auf und bekommt je älter sie wird immer mehr die Konsequenzen bezüglich der Regimekritik zu spüren. Betty ist in vielerlei Hinsicht sehr naiv, aber sehr empathisch was ihre Freundinnen betrifft und wächst mit einer alkoholkranken Mutter auf. Ihr Traum ist die Schauspielerei, während Martha mit wenig Liebe, aber viel Strenge und Kontrolle in einem Elternhaus groß wird, dass auf den Staat schwört. Die Autorin bzw., die Geschichte, die sie wunderbar erzählt, hat mich begeistert und ich war plötzlich in Ostberlin ein Jahr vor Mauerbau und erlebe den Alltag dreier Freundinnen bzw. Ausschnitte daraus. Ich lese mit Grauen, was es bedeutet hat in diesem Staat zu leben und wie Mechanismen greifen, die für mich unfassbar sind. Doch dies spielt sich teilweise nur im Hintergrund ab und ich weiß durch mein Wissen von heute natürlich viel mehr um die weiteren Konsequenzen und Entwicklungen. Die drei Freundinnen sind vor allen Dingen jung, im gewissen Sinne abenteuerlustig, ungewollt angepasst oder auch gewollt nicht angepasst, können die Folgen ihres Handelns nicht abschätzen und lernen das Gefühl des Verliebtseins und der Liebe kennen. Mit großer Begeisterung habe ich diesen Roman als jemand gelesen, der im Westen aufgewachsen ist und die DDR nur aus Erzählungen kennt. Ich kann es kaum erwarten den zweiten Teil zu lesen und vergebe fünf Sterne.
Absolutes Sommer Highlight
von Lisbethsalander - 25.06.2022
Wow, was für ein Buch! Als ich die letzte Seite zugeschlagen hatte, war ich traurig und froh zugleich! Traurig, weil das Buch beendet war, dass mir Stunden von toller Leseunterhaltung geboten hatte und froh, dass ich auf die Fortsetzung Gott sei Dank nicht allzu lange warten muss. Aber nun zur Handlung: Julie Heiland nimmt uns mit in den Ostteil von Berlin ins Jahr 1960. Wir lernen die Protagonistinnen, drei 17jährige Mädchen kennen, die im Strandbad am Müggelsee (im Berliner Bezirk Köpenick noch heute existent und sogar unter Denkmalschutz) durch einen Zufall aufeinander treffen. Die drei sind charakterlich völlig unterschiedlich und wachsen in konträren Verhältnissen und Familien auf. Trotzdem verbindet sie eine sich entwickelnde und wachsende Freundschaft, die mir Bewunderung abverlangt hat, denn die Jugendlichen gehen tatsächlich durch dick und dünn, und das war, wie wir lesen und hautnah miterleben können, vor allem durch die angespannten politischen Verhältnisse kurz vorm Bau der innerdeutschen Mauer nicht wirklich leicht. Betty will Schauspielerin werden, ihre Mutter trinkt, der Vater ist Leiter des besagten Strandbades. Claras Traum ist der Beruf der Astro- oder Kosmonautin, doch mit einem systemkritischen Elternhaus wird es schwierig mit Abitur und Studium. Die dritte im Bunde ist Martha, die sich als graue Maus im Dreiergespann fühlt, am liebsten schreibt, und auf den Wunsch ihres angepassten Elternhauses FDJ Führerin wird. Als sich die politischen Verhältnisse zuspitzen, sich der Bau einer Mauer abzeichnet, geraten die Freundinnen an ihre Grenzen. Die Autorin hat ihre Protagonistinnen so authentisch skizziert, dass ich meinte, live mit dabei zu sein, und trotz ihrer Unterschiedlichkeit sind mir die drei extrem ans Herz gewachsen. Ich könnte nicht sagen, welches Mädchen ich am liebsten mochte, am besten verstand. Einige Handlungsstränge blieben offen, Gott sei Dank erscheint die Fortsetzung in wenigen Wochen, so dass wir nicht allzu lange warten müssen. Ich werde sie auf jeden Fall lesen und fiebere ihr bereits jetzt entgegen! Danke an Julie Heiland für grandiose Leseunterhaltung! Mindestens fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung! Das besagte Strandbad am Müggelsee befindet sich nur eine knappe Stunde von mir entfernt, in den nächsten Wochen steht mit Sicherheit ein Besuch auf dem Programm, ich werde mir all die Schauplätze ansehen können, darauf freue ich mich schon!
Unterhaltsam, glaubhaft, lesenswert
von Magnolia-sieben - 20.06.2022
Gerade noch rechtzeitig haben Betty, Clara und Martha den schon etwas älteren Horst vor dem Ertrinken gerettet, sie sind "die drei tollen Lebensretterinnen vom Müggelsee" - dieser heiße Julitag 1956 ist der Beginn ihrer Freundschaft. Die drei ganz und gar unterschiedlichen jungen Mädchen leben im Berliner Osten. Noch ist es möglich, im Westteil zu arbeiten oder auch heimlich Waren über die Grenze zu schmuggeln. Dennoch hat die Staatssicherheit ihre Ohren überall, keiner kann sich sicher sein, nicht ausspioniert zu werden. Es sind die Jahre vor dem Mauerbau, die damals 13jährigen Mädchen begleite ich bis zu Walter Ulbrichts großer Lüge "niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten" und deren Folgen für sie und ihre Liebsten. Sehr anschaulich vermittelt Julie Heiland die Lebensverhältnisse in der damaligen DDR. Der familiäre Hintergrund der drei Freundinnen zeigt deutlich auf, ob und wie man in diesem Staat seinen Traum verwirklichen konnte. Etwa die FDJ - formal war die Mitgliedschaft freiwillig, jedoch mussten all die, die sich dem widersetzten, mit Benachteiligungen rechnen. Studieren und ein berufliches Weiterkommen war somit schier unmöglich, die Freie Deutsche Jugend war nur dem Namen nach frei. Die Staatssicherheit, die Stasi, war allgegenwärtig, schon die Kleinsten wurden für Spitzeltätigkeiten missbraucht. So konnte man sich ein Volk der Denunzianten heranziehen, das Unrechtsbewusstsein wurde im Keim erstickt. Vom Mädchen zur Frau - von 1956 bis hin zum Mauerbau 1961 begleite ich die Betty, Clara und Martha. Sie sind ganz normale Jugendliche mit ihren Zukunftsträumen, der ersten Liebe und den so gegensätzlichen Familienverhältnissen. Der Titel und auch das Cover kommen unbeschwert daher, es stecken aber viele Schicksale dahinter. Die drei so unterschiedlichen Freundinnen verkörpern jede für sich einen Frauentyp von eher unselbständig und anhänglich bis absolut selbstbestimmt. Sie leben in einem Staat, der nur jene hochkommen lässt, die nichts hinterfragen, sich linientreu geben. Ich war zwar nie mittendrin, hab aber den Mauerbau und die Schicksale dahinter vielfach gehört, gesehen, gelesen und werde es immer wieder tun. Nie werde und will ich verstehen, wie man die Freiheit jedes einzelnen derart beschneiden kann, sie eher als nützliches Individuum denn als selbst denkenden Menschen behandelt. "Wellen des Schicksals" - der erste Teil um die "Freundinnen vom Strandbad" habe ich sehr gerne gelesen. Auf unterhaltsame Weise habe ich wie nebenbei einen tiefen Einblick in die Struktur der DDR erhalten. Die Charaktere sind allesamt glaubhaft dargestellt - ein wunderbarer Roman "über Freundschaft, die keine Grenze kennt", der bald seine Fortsetzung mit den "Wogen der Freiheit" findet.
Berührend und fesselnd
von Mirja193 - 19.06.2022
Ich bin sofort in die Geschichte eingetaucht. Der Schreibstil ist super und ich hatte die unterschiedlichen Szenen vor Augen. Die Geschichte wird im Wechsel aus Sicht der drei Freundinnen erzählt. Diese Perspektivwechsel haben mir gut gefallen. Ich war immer sehr neugierig darauf, wie es weitergeht. Die Mädchen sind sehr unterschiedlich, halten aber fest zusammen und unterstützen sich. Alle machen im Laufe des Buches eine Entwicklung durch und erleben sehr viel. Betty bleibt aus meiner Sicht blasser als Martha und Carla. Nebenbei erfährt man viel über das Leben in der DDR. Das ist sehr anschaulich. Man kann nachfühlen, wie belastend einiges gewesen sein muss und wie schwer es war, sich gegen das Regime aufzulehnen oder sich einfach nur zu verweigern. Mich hat das Buch sehr gefesselt und ich habe mit den drei Freundinnen gelitten und mitgefiebert. Ich bin sehr gespannt, wie es im nächsten Band weitergeht und freue mich, dass ich darauf nicht lang warten muss.
Freundschaft und Jugendzeit in der DDR
von Karoberi - 19.06.2022
Bewertet mit 4,5 Sterne Im Alter von 13 Jahren sind die drei Mädchen Martha, Betty und Clara beste Freundinnen geworden, obwohl sie alle sehr unterschiedliche Charaktere sind. "Betty, die strahlende Blondine, die den Jungs den Kopf verdrehte und ohne Zweifel eine berühmte Schauspielerin werden würde. Clara, der hochintelligente, zielstrebig Rotschopf mit den faszinierend grünen Katzenaugen. Und Martha? Sie war die unscheinbare Brünette. Die mit der Brille." (S. 177/178) Das Buch spielt überwiegend in den Jahren 1960/61, bis es im August 1961 zum Mauerbau kommt. Da sind die Mädchen bereits 17 Jahre alt, beenden gerade ihre Schule und loten ihre Zukunft aus. Die Geschichte wird abwechselnd in der sie-Perspektive aus Sicht von Martha, Betty und Carla geschrieben. Jeder der Freundinnen erlebt in diesen Jugendjahren ein Auf und Ab der Gefühle, so einige gravierende Wendungen und viele emotionale Momente. Sie machen dabei alle eine starke Veränderung durch. Es geht nicht nur um ihre innige Freundschaft, sondern es wird sehr anschaulich vom Leben in der DDR erzählt, vom Ministerium für Staatssicherheit berichtet sowie  historische Ereignisse und politische Machenschaften gekonnt miteingebaut. Dies ist bereits mein zweites Buch von Julie Heiland und ihr Schreibstil ist einfach toll, flüssig und spannend. Die Autorin kann sehr gut erzählen und obwohl das Buch über 600 Seiten hat, fliegt man nur so durch die Seiten: kein Stolpern, keine Unklarheiten. Das ist mir auch bei Ihrem Buch "Diana- Königin der Herzen" bereits positiv aufgefallen, welches ich vor einem halben Jahr gelesen habe. Ich habe "Die Freundinnen vom Strandbad" in einer Leserunde gelesen und andere Mitlesern sind über leichte Unstimmigkeiten in der Chronologie und im Inhalt gestolpert. Mir persönlich wären diese Fehler gar nicht aufgefallen und sie fallen für mich somit auch nicht so stark ins Gewicht. Dafür ziehe ich deshalb nur einen halben Stern ab. "Das Leben war brutal und traurig und dramatisch.  Aber dann war es eben auch immer wieder wunderschön." (S.605) Fazit: Eine gelungene Geschichte über eine großartige Freundschaft, aber auch über Schicksale, viel Leid und Willkür in der DDR. Die Fortsetzung erscheint bereits im Juli 2022 und darauf freue ich mich sehr.
Das perfekte Buch für den Sommer !
von hazlewood95 - 18.06.2022
Meine Meinung: Ich bin seit Jahren ein großer Fan der deutschen Autorin Julie Heiland. Da ich bisher nur Jugendfantasybücher von ihr gelesen und verschlungen habe, war ich nun umso gespannter, ob sie auch die historisch angehauchte Belletristik beherrschen kann. Und was soll ich sagen, ich habe dieses Buch gestern bei sehr sommerlich heißen Temperaturen angefangen und heute beendet, einen besseren literatischen Begleiter in dieser Zeit, hätte ich mir nicht wünschen können! Denn die Autorin mit ihrem sehr grazilen schönen, aber dennoch schnörkellosen Schreibstil die Atmosphäre des Sommers perfekt ein, sodass man das Gefühl hat, man würde mit den Protagonisten am Wasser in der Hitze liegen. Diese Charaktere sind so echt, und mit sehr viel Charme gezeichnet, jedes Detail scheint seinen Platz zu haben und man spürt durch die Seiten, wie viel Liebe und Detailarbeit in jeder Person steckt. Für mich eine wunderschöne Sommerlektüre, die zwar historisch ist, aber definitiv auch für Anfänger des Genres geeignet ist. Es hat sich erneut bestätigt, weshalb ich Julie Heiland, als Autorin, so sehr schätze !
Eine Freundschaft unterschiedlicher junger Frauen in der DDR
von buchwurm05 - 18.06.2022
Inhalt: Ost-Berlin, Sommer 1956. Die doch eher unterschiedlichen Mädchen Martha, Betty und Clara werden durch einen Badeunfall, bei dem sie gemeinsam im Strandbad Müggelsee einen älteren Mann vor dem Ertrinken retten, zu Freundinnen. Vier Jahre später, unterdessen sind die Drei 17 Jahre alt, wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt. Während Marthas Eltern dem Regime in der DDR treu ergeben sind und sie sich selbst in der FDJ engagiert, möchten Clara und ihre Eltern sich nicht anpassen. Betty hingegen träumt von einer Schauspielkarriere und ist nicht mehr an der Seite des jungen Regisseurs Kurt, der Propagandafilme dreht, wegzudenken. Wird die Freundschaft trotzdem bestehen bleiben? Noch wissen die Drei nicht, dass der Mauerbau kurz bevorsteht und sich damit vieles verändert..... Leseeindruck: Die Freundinnen vom Strandbad - Wellen des Schicksals beginnt stark. Ich wurde gleich in die DDR bzw. nach Ost-Berlin kurz vor dem Mauerbau hineingezogen. Die Geschichte ist abwechselnd aus Sicht von Martha, Clara und Betty geschrieben. Jede von ihnen verkörpert einen anderen Typ in der damaligen DDR. So habe ich einen guten Einblick darüber bekommen, wie sie gelebt haben und mit welchen Schwierigkeiten sie kämpfen mussten. Fast erstaunlich, dass sie Freundinnen wurden. Das erklärt der Prolog aber gut und nachvollziehbar. Im Laufe der Geschichte machen die Drei viel durch. Es gibt einige Wendungen in ihrem Leben, die das Ganze für mich spannend gemacht haben. Irgendwie konnte ich mir nie sicher sein was noch passiert oder welche Aktionen noch von ihnen ausgehen. Auch gab es einiges an Drama, gegen Ende vor allem in Sachen Liebe. Ehrlicherweise muss ich gestehen, irgendwann war mir das etwas zu viel. Ich hätte lieber noch mehr aus ihrem Alltag erfahren. Denn da ist, wie bereits erwähnt, viel passiert. Einiges ist jedoch im Sande verlaufen. Gerade bei Ereignissen, die ich für wichtig erachtet habe. Aber es kam einfach nichts mehr. Ob es Konsequenzen gab? Keine Ahnung. Ein bisschen schade fand ich auch, dass auf einige Nebenfiguren neugierig gemacht wurde, aber man dann plötzlich nicht mehr viel über sie erfahren hat. Hier hoffe ich auf die Fortsetzung. Es gibt leider ein großes Manko in diesem Roman. Nicht immer stimmen die Zeitlinien, was zur Folge hat, dass das Alter einiger Protagonisten nicht stimmen kann. Im weiteren Verlauf gibt es zudem ein paar Schnitzer in der Logik. Schade, dass das Lektorat das übersehen hat. Denn ab zirka der Hälfte fing es selbst mich an etwas zu stören. Der Schluss hingegen ist wieder stark und man spürt die Dramatik die durch die Ziehung der Grenze über Nacht aufkommt. Hier bleibt es ein wenig offen. Zum Glück lässt die Fortsetzung nicht lange auf sich warten. Fazit: Es ist nicht so, dass ich Die Freundinnen vom Strandbad - Wellen des Schicksals nicht mochte. Im Gegenteil. Mir hat es gefallen in die Schicksale von Martha, Clara und Betty einzutauchen. Leider wurden aber ein paar grobe Fehler gemacht, die meiner Meinung nach von einem Lektorat hätten entdeckt werden müssen. Nichts desto trotz bin ich nun neugierig auf die Fortsetzung. Gerne kann sich jeder selbst ein Bild von diesem Roman machen. Lesenswert ist er allemal, wenn man nicht so genau auf Details schaut.
Durch dick und dünn gemeinsam in der DDR
von Barbara - 17.06.2022
Seit einem gemeinsamen Erlebnis im Strandbad halten die Freundinnen Martha, Clara und Betty fest zusammen. Dabei sind die drei jungen Frauen sehr verschieden: Martha ist strebsam und fleißig, stets angepasst an das System und eine brave Tochter. Betty ist die hübscheste, möchte Schauspielerin werden und eine gute Partie mit einem Ehemann machen. Clara ist schlau, interessiert sich wenig für Männer und lernt die Schwierigkeiten kennen die entstehen, wenn man die Politik der DDR hinterfragt. Gemeinsam erleben sie alle Höhen und Tiefen in der Schule, in der Freizeit im geliebten Strandbad und in der Liebe. Dieser Roman zeichnet ein gutes Bild vom Leben der jungen Menschen zu DDR-Zeiten. Leider bedient die Autorin fast schon klischeehaft die verschiedenen Typen: die gut aussehende, beliebte, unpolitische und auf ihren eigen Vorteil bedachte Betty ist eher oberflächlich. Martha kämpft in ihrer Stasi-Familie um Anerkennung und ihren eigenen Weg. Die kritische Clara weiß, dass sie in der DDR keine Chance auf die Verwirklichung ihrer Träume haben wird. Die Handlung ist stets vorhersehbar, es gibt keine interessanten Wendungen oder Überraschungen. Das macht dieses Buch für mich leider ein bisschen langweilig, alles schon mal so oder sehr ähnlich gelesen. Grundsätzlich unterhaltsam geschrieben und eine Empfehlung für alle Fans von klassischen DDR Romanen.
Retten schweißt zusammen
von TochterAlice - 17.06.2022
Zumindest läuft es so bei Clara, Betty und Martha. Die drei Mädels, die sich bisher nur aus der Schule kannten, retten im Strandbad einem alten Herrn das Leben und halten ab da fest zusammen. Obwohl sie vollkommen unterschiedlich sind. Oder vielleicht gerade deswegen? Ihr Leben ist reglementierter als das gleichaltriger Teenager einige Kilometer weiter westlich, denn sie leben in Ostberlin: die gemeinsame Rettungsaktion erfolgt 1956, danach begleiten wir die Mädchen durch die Jahre 1960/61. Natürlich sind Jungs ein großes Thema und während Martha und Clara mit etwa Gleichaltrigen liebäugeln bzw. von ihnen umschwärmt werden, hat die reifere, sehr anziehende Betty, die zudem von ihrem Onkel, einem Modeschöpfer des Ostens, stets mit eleganten Kleidern versorgt wird, ganz andere Verehrer: Auch einen recht bekannten Regisseur, was ihr sehr zupass kommt, träumt sie doch von einer Karriere beim Film. Eine interessante und packende Geschichte, die teilweise fast zu viel Spannung beinhaltete: ab und zu driftete die Handlung fast in Richtung Räuberpistole ab und auch der Stil war nicht durchgehend eindringlich bzw. gefällig. Die Autorin erlaubte sich so manch logischen Fehler, der leider vom Lektorat nicht redigiert wurde, zudem ging sie zu wenig auf die einzelnen Figuren ein: es fehlt ein klarer Wiedererkennungswert. Dennoch bin ich neugierig, wie es mit Clara, Betty und Martha weitergeht und freue mich auf die Fortsetzung, die bereits Ende Juli 2022 erscheinen wird.
Die Vertreibung aus dem Paradies
von hasirasi2 - 15.06.2022
"Eine Blonde, eine Rothaarige, eine Brünette - ihre Leben waren in unterschiedlichen Bahnen verlaufen, doch von einer Sekunde auf die andere hatte das Schicksal sie zusammengeworfen." (S. 18) 1956 retten Martha, Betty und Clara im Strandbad Müggelsee zusammen einen alten Mann vor dem Ertrinken, aus den Klassenkameradinnen werden Freundinnen fürs Leben. Und ihr Leben scheint vorbestimmt, denn viele Auswahlmöglichkeiten hat man in der DDR nicht. Sehr gute schulische Leistungen und unbedingte Regimetreue sind nötig, wenn sie ihre Träume verwirklichen wollen - doch in wieweit können und wollen sie sich verbiegen? Martha ist schüchtern und unauffällig, hält sich stets zurück, beobachtet und protokoliert (wie von ihrem Vater verlangt) was um sie herum passiert. Wenn es nach ihren Eltern geht, wird sie Lehrerin oder studiert Ökonomie (natürlich in Moskau). Dass sie richtig gut schreiben kann und lieber Journalistin werden möchte, lehnen sie kategorisch ab. In der Schule gehört sie zu den Besten, dafür arbeitet sie hart und engagiert sich in der FDJ. Betty ist die Tochter des Strandbadleiters, die heimliche Königin der Schule, ihr Wort ist Gesetz. Sie ist selbstsicher, wunderschön, ein modisches Vorbild. Und sie möchte Schauspielerin werden, wenn schon nicht in Hollywood, dann wenigstens in der DDR. Diesem Ziel ordnet sie alles unter - auch ihre Partnerwahl. Clara ist hochbegabt, extrem schlau und sehr fleißig. Sie hätte locker ein Jahr überspringen können, aber weil sie nicht in der FDJ ist, wird es ihr besonders schwer gemacht. Trotzdem ist davon überzeugt, dass sie später als Astronautin ins Weltall fliegen wird. Auch vier Jahre später, kurz vor dem Abi, verfolgen die Freundinnen noch ihre Berufsziele. Martha leitet eine eigene FDJ-Gruppe und scheint sich damit abgefunden zu haben, Lehrerin zu werden. Betty ist die Freundin eines aufstrebenden Regisseurs, der ihr schon erste Rollen verschafft hat. Clara ist weiterhin die Beste ihres Jahrgangs, wird aber von der Schulleitung schikaniert. Als dann das Gerücht umgeht, dass eine Mauer quer durch Berlin gebaut werden soll, müssen sie sich schnell entscheiden. Bleiben sie bei ihren Familien oder wagen sie den Sprung ins Ungewisse? "Manchmal hat das Schicksal einen besseren Plan als den, den man sich selbst zurechtgelegt hat." (S. 301) Julie Heilands "Die Freundinnen vom Strandbad" hat mich sofort in meine Jugend in der DDR zurückkatapultiert, auch wenn ich 20 Jahre später geboren wurde. Auch ich war in der FDJ und musste an "freiwilligen" Nachmittagsveranstaltungen teilnehmen. Und auch meine Zukunft war schon geplant, aber ich hatte damals Glück, denn die Wende kam genau rechtzeitig. Ich kann ich mich darum gut in die drei Freundinnen hineinversetzen, ihre Sorgen und Probleme, mich an das Gefühl ständiger Beobachtung und Bewertung erinnern. Denn auch wenn ihr Leben perfekt klingt, hinter den Fassaden ihrer heilen Familien verbirgt sich so manches Geheimnis. Martha fühlt sich zu Hause oft als fünftes Rad am Wagen, Bettys Vater bändelt mit jungen Frauen an und ihre Mutter verlässt kaum noch das Haus, stattdessen betäubt sich die ehemalige Pianistin nicht nur mit stundenlangem Klavierspiel, und Claras Vater darf nicht mehr als Pfarrer arbeiten, außerdem müssen sie zusammen mit ihrem Großvater in einer winzigen Wohnung in einem abbruchreifen Haus wohnen. Doch so lange sie sich, ihre Freundschaft und Träume haben, halten die drei das alles aus. Sie erleben zusammen scheinbar endlose Sommerferien im Freibad, die ersten Schwärmereien und die erste große Liebe. Aber sie können diese unbeschwerte Jugend nicht lange genießen und müssen schneller als erwartet erwachsen werden, denn "Ehrlich zu sein, ist in diesem Land nicht ohne Risiko." (S. 506) Clara lernt als erste und auf die harte Tour, dass sie sich anpassen und verstellen muss. Martha wird durch Zuckerbrot und Peitsche von ihren Eltern auf Kurs gehalten, als sie zum ersten Mal etwas Verbotenes macht, und Betty hat einen anderen Mann kennengelernt, der ihr einfach nicht aus dem Kopf geht. Julie Heiland schildert in ihrem Buch eine wunderbare Freundschaft und scheinbar perfekte Jugend in einem Staat, der alles kontrollieren und bestimmen wollte. Sie zeigt bewegende Schicksale, wie die drei jungen Frauen und ihre Freunde zusammen erwachsen werden und Entscheidungen treffen müssen, für die sie eigentlich noch zu jung sind, die aber ihr weiteres Leben extrem beeinflussen werden. Außerdem zeigt sie, dass wahre Freundschaft einen fast alles aushalten lässt. Mich hat dieses Buch sehr berührt und ich bin extrem gespannt, wie es mit Martha, Betty und Clara im nächsten Band weitergeht.
Ost-Berlin kurz vorm Mauerbau
von Heidi - 15.06.2022
Ost-Berlin Mitte der 50iger Jahre: durch Zufall schließen die 13jährigen Mädchen Betty, Clara und Martha Freundschaft. Diese Freundschaft begleitet sie durch die nächsten Jahre bis zum Abitur. Obwohl die drei aus völlig unterschiedlichen Familienverhältnissen kommen und sie charakterlich keine Ähnlichkeiten aufweisen, halten sie zusammen wie Pech und Schwefel. Das Leben in der DDR ist nicht für alle einfach und jede von ihnen hat ein Päckchen zu tragen. Das Erwachsenwerden prägt sie und ihre Leben verändern sich. Auch Betty, Clara und Martha entwickeln sich weiter, jede auf ihre eigene Art. Die ersten Männerbeziehungen kündigen sich an, aber die drei bleiben unzertrennlich und jede Krise macht ihre Freundschaft nur noch stärker. "Die Freundinnen vom Strandband" - Wellen des Schicksals - von Julie Heiland ist der erste Teil der Strandbad Geschichten. Der Roman ist flüssig und modern geschrieben. Die über 600 Seiten sind sehr aufschlussreich und beschreiben das Leben in der DDR kurz vorm Mauerbau sehr umfangreich. Es ist ein sehr gelungener Unterhaltungsroman. Ich hatte Freude daran, die drei Mädchen durch ihre "Sturm- und Drangzeit Jahre" zu begleiten. Der Roman ist gut strukturiert, in abwechselnden Kapiteln steht je eine Protagonistin im Mittelpunkt. Das macht das Lesen einfach und es bleibt interessant. Über einige Ungereimtheiten kann ich hinwegsehen und bestimmte Entwicklungsstränge hätte es nicht unbedingt gebraucht (da wollte die Autorin wohl einfach zu viel Drama in ihrem Roman), jedoch hatte ich großen Spaß beim Lesen und habe -als Kind des Westens- noch einiges dazugelernt. Ich freue mich schon darauf weiterzulesen, was das Leben im zweiten Band für die jungen Damen bereithält. Insofern die volle Punktzahl an Weiterempfehlung von mir.
Kinder des Ostens
von Jasika - 15.06.2022
Die Autorin Julie Heiland hat mit ihrem Roman einerseits ein Stück der frühen deutschen Geschichte, die der DDR, lebendig gemacht, anderseits hat sie sich aber auch mit den Biografien ihrer Protagonisten derart verzettelt, dass sich die Geschehnisse, wie im Buch beschrieben, aus historischen Aspekten nicht zugetragen haben können (Charlie kann vom Alter her nicht ein "Besatzerkind" gewesen sein, Marthas frühe Kindheit, hier war das "Ministerium für Staatssicherheit" noch gar nicht aktiv). Das ist sehr schade, da es meine Lesefreunde getrübt hast. Die Autorin schreibt durchaus flüssig und verzichtet erfreulicherweise auf ausschweifende Beschreibungen und die Handlung ist durchgängig packend. Immer abwechselnd wird aus dem Leben der drei jungen Frauen Betty, Martha und Clara berichtet, die nach einer dramatischen Rettungsaktion im Berliner Strandbad "Müggelsee" zu dicken Freundinnen werden. Sie kommen aus unterschiedlichen Elternhäusern. Betty ist die Tochter des Strandbad-Leiters, ihre Mutter ist dem Alkohol zugetan, die Ehe ist unglücklich, Betty träumt von einer Karriere als Schauspielerin. Marthas Eltern verfügen über eine große, schöne Wohnung, die Eltern sind "regime-konform" und streng, Martha versucht stets es ihnen recht zu machen. In Claras Familie hingegen wird der Staat kritisch hinterfragt. Clara ist sehr klug und träumt von der Erforschung des Weltraums, doch weil sie nicht in der FDJ ist, legt man ihr immer wieder Steine in den Weg.... Das Leben der Freundinnen, ihre Träume und Sehnsüchte inmitten der DDR stehen im Mittelpunkt der Ereignisse der Jahre 1956 bis zum Bau der Bauer am 13. August 1961 und werden einfühlsam beschrieben. Ich hatte allerdings den Eindruck, dass die Autorin unbedingt viele Punkte aus der Geschichte der DDR einbringen wollte und sich dadurch im historischen Kontext vertan hat, wodurch sich aber die tragischen Ereignisse so nicht zugetragen haben konnten. Das sind leider grobe Fehler, welche zumindest der Verlagslektorin/dem Verlagslektor auffallen müssten und daher bei meiner Bewertung zum Punktabzug führen. Der erste Teil endet an einem entscheidenden Punkt, die drei Frauen stehen am Wendepunkt ihres Lebens und müssen sich fragen, ob sie bleiben oder die Flucht über die Grenze wagen. Eine der drei Protagonistinnen flieht und die Fortsetzung ("Die Freundinnen vom Strandbad- Wogen der Freiheit") verspricht fesselnde Unterhaltung.
Freundinnen
von Lesemone - 14.06.2022
Als im Strandbad im Juli 1956 ein Badeunfall passiert, lernen sich drei junge Mädchen besser kennen. Von da an gehen Clara, Martha und Betty ihren Weg gemeinsam. Für jede von ihnen steht einiges auf dem Spiel und der Weg ist steinig. Die Geschichte wird wechselnd, aus den Perspektiven der Mädchen geschildert. Sie umfasst die Zeit, bis klar war, dass es eine Mauer geben wird. Die Autorin hat versucht, die damaligen Verhältnisse in der jungen DDR zu schildern. Meines Erachtens wurde hier versucht, zu viele Einzelheiten über die politischen Vorgehensweisen unterzubringen, so dass es viel zu viele Handlungsstränge gibt, die dann nicht so weit in die Tiefe gehen können. Leider passen bei einigen Charakteren die Geburtsjahre nicht so ganz zu den geschichtlichen Details, was die Lesefreude dann doch etwas geschmälert hat. Das hätte dem Lektorat eigentlich auffallen müssen. Alles in allem wurde aber ein guter Einblick in die damalige DDR gegeben und ihre Gesinnung offen gelegt. Die Geschichte ist sehr unterhaltsam, da immer irgendwas passiert und es ein paar interessante Wendungen gibt. Vor allem der Schluss war sehr spannend dargestellt. Eine schöne Freundschaftsgeschichte, bei der ich schon gespannt bin, wie sie weitergehen wird.
Diese Seite der DDR habe ich nicht erlebt
von Anonym - 14.06.2022
Obwohl ich in der DDR geboren und aufgewachsen bin, habe ich viele Dinge, die in diesem Buch geschildert werden, so nicht erlebt. Ich wusste, wie eigentlich alle, von verschiedenen Repressalien, bin aber immer davon verschont geblieben, obwohl mein Elternhaus eher als systemfern bezeichnet werden konnte. Deshalb lese ich gern Bücher, die unsere junge deutsche Vergangenheit beschreiben. Hier handelt es sich noch dazu um einen Roman, der voller Gefühl und Verständnis geschrieben ist. Die Dinge, die junge Menschen fühlen, denken und interessieren, werden bildlich beschrieben. Man fühlt mit, freut sich mit den Hauptpersonen Martha, Clara und Betty und kann ihre Persönlichkeitsentfaltung sehr gut nachvollziehen. Irgendwie ist das Buch auch sehr spannend und entwickelt einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Da es der erste von mehreren Teilen ist, freue ich mich schon darauf, den nächsten lesen zu können.
Wahre Freundschaft
von Karina - 13.06.2022
Das Buch ' Die Freundinnen von Strandbad' von der Autorin Julie Heiland spielt in Ost-Berlin zur Zeit der Stasi, FDJ, Bau der Mauer, in einer Zeit die Deutschland teilte. Es geht um die Freundschaft der drei Mädels Betty, Clara und Martha und deren Erwachsen werden im Osten von Berlin. Betty ist die hübsche und fröhliche Tochter einer nicht ganz so fröhlichen, dem Alkohol zugetanen Mutter und ihrem Vater dem Besitzer des Strandbads Müggelsee. Ihr größter Traum den Sie verfolgt, ist die Schauspielerei. Dann ist da noch Clara, die ruhige und kluge in dem Dreiergespannt. Sie träumt sich hoch hinaus, in das Weltall und möchte gerne Kosmonautin werden. Gar nicht so leicht wenn die Familie und Sie selbst nicht die typischen, regimetreuen Ost-Berlin Bürger sind. Und die dritte im Bunde ist die nachdenkliche Martha die am glücklichsten ist wenn Sie einen Stift und Papier zur Hand hat und einfach schreiben kann. Ihre Eltern sind beide in der Partei und den marxistischen, leninistischen Tugenden sehr zugetan. Das Schicksal führt die drei unterschiedlichen Mädchen zusammen und eine wunderbare, sich perfekt ergänzende Freundschaft beginnt. Das Buch erzählt uns viel über das Leben in der DDR und dem groß werden unter absolut unterschiedlichen Bedingungen. Ich fande das Buch ganz toll geschrieben und sehr unterhaltsam, nie wurde es mir zuviel oder langweilig. Ich bin sehr gespannt und freue mich auf den nächsten Band den ich auf jeden Fall lesen werde.
Zusammen durch dick und dünn
von Island - 13.06.2022
Der Roman spielt in Ost-Berlin zwischen 1956 und dem Mauerbau. Im Mittelpunkt stehen die drei Freundinnen Clara, Betty und Martha, die als Teenager ein Unfall im Strandbad von Bettys Vater einander näher brachte, weil sie gemeinsam einen Ertrinkenden retteten. Claras Vater hat als ehemaliger Pfarrer kein leichtes Leben in der jungen DDR und auch seiner Familie wird das Leben nicht gerade leicht gemacht. Marthas Familie ist dagegen mehr als linientreu. Betty träumt davon Schauspielerin zu werden. Zusammen erleben sie die erste Liebe und auch brenzlige Situationen, für die sie sich Ärger in der Schule und sogar mit der Staatssicherheit einhandeln und teilweise hadern sie auch, ob sie wirklich in diesem Land bleiben möchten. Mir hat die Zeitreise in die Anfangszeit der DDR gut gefallen. Die drei Mädchen waren mir alle auf ihre Art sympathisch und ich fand es interessant, das Aufwachsen in der DDR und alle besonders dort auftretenden Schwierigkeiten aus ihrer Perspektive mitzuerleben. Ihre Freundschaft scheint wirklich durch nichts zu erschüttern, sodass sie auch ungute Erfahrungen gemeinsam meistern. Der Schreibstil der Autorin ist gut lesbar. Von einer Fortsetzung ist mir bis jetzt nichts bekannt, aber ich fände es auf jeden Fall interessant, wie das Leben der drei Protagonistinnen im jungen Erwachsenenalter weitergeht.
Ein Roman, der zu Anfangszeiten der DDR erzählt
von Wencke - 13.06.2022
In diesem Roman lesen wir von den drei Freundinnen Betty, Martha und Clara. Vom Typ her sind alle drei komplett unterschiedliche Persönlichkeiten - im Wesen und auch was die politische Orientierung der Eltern betrifft. Sie werden durch einen Unglücksfall im Juli 1956 im Schwimmbad vom Berliner Müggelsee zu unzertrennlichen Freundinnen. Wir begleiten die Freundinnen beim Erwachsenwerden und wie sie die DDR erleben. Der Krieg ist noch nicht lange her, das wird hier sehr gut rübergebracht. Ich selber bin in Westdeutschland groß geworden und das tatsächlich Geschehene ist nur schwer zu begreifen. Hier wird dem Leser sehr deutlich vor Augen geführt, welche Vorteile es mit sich brachte, wenn man in der Partei war und gehorcht, aber auch, was es bedeutet nicht in der Partei zu sein. Ich fand es unheimlich spannend zu lesen, wie jede der drei auf ihre Art und Weise erfährt, wie/was in der DDR tatsächlich geschieht. Es ist zwar ein fiktiver Roman, aber ich könnte mir vorstellen, dass sich solch eine Geschichte tatsächlich ereignet hat. Absolut spannend - bis zum Schluss. Und am Ende noch ein Vorgeschmack auf die Fortsetzung. Ich bin voller Vorfreude - wie geht es weiter mit den Freundinnen vom Strandbad?
Hat mich sehr gut unterhalten
von Daniela - 12.06.2022
Als ich Cover und Klappentext von "Die Freundinnen vom Strandbad" gesehen habe, fühlte ich mich total angesprochen. Kaum hatte ich das Buch aufgeklappt, war ich völlig begeistert. Der Schreibstil ist so bildhaft und lebendig, es kam mir vor, als wäre ich mitten in die Geschichte, mitten ins Strandbad, hinein katapultiert worden. Dieses Gefühl hielt die kompletten 600 Seiten an. Ich habe den Roman wirklich sehr gerne gelesen. Die Handlung zieht einen in den Bann und die Seiten fliegen nur so vorbei. Der Roman handelt von den drei 17-jährigen Mädchen Betty, Clara und Martha, die 1960 in Ostberlin leben. Die Grenzen sind noch offen, doch der Terror durch die DDR Regierung ist bereits allgegenwärtig. Vor allem Clara hat es nicht leicht. Ihre Eltern lehnen es strickt ab, der Partei beizutreten oder sich den Mund verbieten zu lassen. Clara ist nicht in der FDJ und so ist ihr Traum von einem Studium nur ein Traum, denn wer sich nicht unterordnet, hatte in der DDR keine Chance. Martha kommt aus einem linientreuen Elternhaus und wurde quasi zu einem Spitzel erzogen. Je älter sie wird, desto mehr begehrt sie gegen die Regeln der Eltern auf. Die drei Mädels sind jede für sich sehr unterschiedlich. Die Freundschaft entstand aus einem Zufall heraus, was die enge Bindung umso besonderer macht. Die drei sind füreinander da, egal was kommt. Selbst als Martha und Clara sich in den selben Jungen verlieben, ist die Freundschaft stark genug, um damit fertig zu werden. Ich fand dies sehr bemerkenswert. Denn gerade in diesem Alter, sind Rivalität und Eifersucht oft sehr ausgeprägt. Generell kamen mir die Mädels schon richtig erwachsen vor. Alle sind sehr selbständig und gereift, man hatte nicht das Gefühl, dass man ein Buch über Schüler liest. Die Handlung umfasst ein Jahr. Teilweise konnte ich kaum glauben, dass nur 12 Monate vergangen sein sollen, denn es passiert unglaublich viel im Leben der Freundinnen. Aufregende Momente wie erste Küsse, Partys und der Schulabschluss aber auch wirklich schlimme Dinge, wie Tod, dunkle Familiengeheimnisse und die Frage, ob es in diesem Land überhaupt eine Zukunft geben kann. Am Ende ließ mich der Roman sehr emotional bewegt zurück. Die Autorin beschreibt sehr anschaulich und dramatisch die Szenen des Mauerbaus und die jungen Mädchen müssen folgenschwere Entscheidungen treffen. Der Schluss des Buches ist offen, denn es wird eine Fortsetzung geben, auf die ich mich schon jetzt sehr freue. Da wir die deutsche Geschichte kennen, wissen wir, dass noch viele Widrigkeiten auf die Freundinnen zukommen werden. Ich fand "Die Freundinnen vom Strandbad" richtig toll. Fünf Sterne hat das Buch sicher und ist außerdem Anwärter auf meinen Roman des Monats.
Alle Kundenbewertungen anzeigen
Eigene Bewertung schreiben Zur Empfehlungs Rangliste
Servicehotline
089 - 70 80 99 47

Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 20.00 Uhr
Filialhotline
089 - 30 75 75 75

Mo. - Sa. 9.00 - 20.00 Uhr
Sicher & bequem bezahlen:
Bleiben Sie in Kontakt:
Hugendubel App
Zustellung durch:
1 Mängelexemplare sind Bücher mit leichten Beschädigungen, die das Lesen aber nicht einschränken. Mängelexemplare sind durch einen Stempel als solche gekennzeichnet. Die frühere Buchpreisbindung ist aufgehoben. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den gebundenen Preis eines mangelfreien Exemplars.

2 Diese Artikel unterliegen nicht der Preisbindung, die Preisbindung dieser Artikel wurde aufgehoben oder der Preis wurde vom Verlag gesenkt. Die jeweils zutreffende Alternative wird Ihnen auf der Artikelseite dargestellt. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den vorherigen Preis.

3 Durch Öffnen der Leseprobe willigen Sie ein, dass Daten an den Anbieter der Leseprobe übermittelt werden.

4 Der gebundene Preis dieses Artikels wird nach Ablauf des auf der Artikelseite dargestellten Datums vom Verlag angehoben.

5 Der Preisvergleich bezieht sich auf die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) des Herstellers.

6 Der gebundene Preis dieses Artikels wurde vom Verlag gesenkt. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den vorherigen Preis.

7 Die Preisbindung dieses Artikels wurde aufgehoben. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den vorherigen Preis.

10 Ihr Gutschein SCHULE15 gilt bis einschließlich 07.08.2022. Sie können den Gutschein ausschließlich online einlösen unter www.hugendubel.de. Keine Bestellung zur Abholung mit Zahlung in der Filiale möglich. Der Gutschein gilt für alle Artikel, die auf Hugendubel.de als "Sonstiger Artikel" geführt werden und die nicht preisgebunden sind, sowie auf ausgewählte Schülerkalender. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Ein Weiterverkauf und der Handel des Gutscheincodes sind nicht gestattet.

11 Ihr Gutschein TASCHE15 gilt bis einschließlich 03.07.2022 und nur für die Kategorie tolino Zubehör. Sie können den Gutschein ausschließlich online einlösen unter www.hugendubel.de. Keine Bestellung zur Abholung in der Buchhandlung möglich. Der Gutschein ist nicht mit anderen Gutscheinen und Geschenkkarten kombinierbar. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Ein Weiterverkauf und der Handel des Gutscheincodes sind nicht gestattet.

12 Bestellungen ins Ausland und der DHL-Paketversand sind von der portofreien Lieferung ausgeschlossen. Gültig bis 31.12.2022.

15 Leider können wir die Echtheit der Kundenbewertung aufgrund der großen Zahl an Einzelbewertungen nicht prüfen.

* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.