Interessante Thematik, guter Schreibstil. Die Figuren waren aber eine Katastrophe und haben mich oft die Augen rollen lassen.
Phrogger dringen unbemerkt in Häuser ein. Sie leben mit den Bewohnern und bleiben unbemerkt. Bei Nacht oder wenn die Bewohner nicht da sind, kommen sie aus ihrem Versteck heraus, was sich zumeist im Keller oder auf dem Dachboden befindet. Manchmal verschwindet etwas zu Essen oder ein Kleidungsstück oder wenn sie wieder gehen eventuell Geld.Auch bei der Familie Hoffmann ist ein Phrogger eingezogen. Allerdings hat er eine persönliche Beziehung zu der Familie. Die Ehe der Hoffmann steht schon längst auf der Kippe. Die Eltern scheinen nur noch darauf zu warten, dass ihre 17jährige Tochter Tabea 18 wird. Aber der Phrogger bringt bereits vorher Unruhe in Filme.Zugleich ist in ihrem Ort das Mädchen Rebecca verschwunden. Sven Hoffmann informiert als Journalist über dieses tragische Ereignis. Wenn ich in einem Haus wohnen würde, dann hätte ich wohl das Buch wegen der Thematik sehr gruslig gefunden. So ist es mir egal, wenn ein Phrogger bei uns im Keller hausen sollten und einen Dachboden haben wir ja nicht.Die Thematik fand ich sehr spannend und dieses Phänomen gibt es ja wirklich, zwar mehr in den USA und Asien, aber dennoch interessant, wie sich da manche wie Parasiten in ein Haus einnisten.Das Buch war auch wieder gutgeschrieben. Man hatte verschiedene Sichtweisen. Die Hoffmanns jeweils mit einer Sicht in der Ich-Perspektive, Fransika, Sven und Tochter Tabea. Dazu gab es dann noch die Sicht des Phroggers, aus der Du-Perspektive, was ich ziemlich witzig fand. Ich habe ja davor gerade "Tot bist du perfekt" von J.P. Delaney gelesen und da gab es auch eine Du-Perspektive. Es war witzig, direkt hintereinander Bücher mit dieser Perspektive zu lesen, die ja eigentlich nicht so verbreitet ist. Die Figuren waren alle schrecklich und ich habe oft bei dem Buch die Augen verdreht.Die Ehe von Franziska und Sven ist am Ende. Und was tut man, wenn dem so ist? Nein, man redet nicht miteinander, sondern betrügt sich gegenseitig. Klaaar, das ist bestimmt der richtige Umgang damit.Dann die Tochter, die mit zweierlei Maß gerechnet hat. Der heilige Papa kann ja machen, was er will und mit so einer Ehefrau ist das ja verständlich. Aber die böse Franziska, das ist ja eine ganz Schlimme. Am Anfang fand ich Tabeas Sicht ja noch ganz angenehm, aber die hat sich dann immer widersprüchlicher verhalten, in Bezug auf ihre Eltern und andere Geschehnisse. Das war kaum zum Aushalten.Über Franziska und Sven muss man eigentlich nicht viele Worte verlieren, außer dass auch hier Sven als der Heilige dargestellt wurde und der ja immer tolle Erklärungen hat und nur das Opfer ist. Das wurde auch so vom Autoren manipuliert, in vielen Situationen. Ich meine, dass er es mit Franziska nicht leicht hatte, kann ich verstehen. Ich hätte es wohl mit ihr auch nicht lange ausgehalten, aber im Endeffekt war er ja keinen Deut besser.Der Phrogger hatte ja ein persönliches Motiv war er gerade bei den Hoffmanns eingestiegen ist. Als dass dann erläutert wurde, warum dieser solchen Hass hegt, konnte ich erneut nur den Kopf schütteln. Das Erlebnis war traumatisch, aber warum der Phrogger dann nicht seinen Hass auf die ausführende Person legt, sondern auf jemand, der nur einen dummen Kommentar gegeben hat, verstehe ich nicht. Diese Intensität der Abneigung verstehe ich nicht. Neben der Geschichte der Hoffmanns und des Phroggers lief ja noch das verschwundene Mädchen Rebecca nebenbei, die auch wenig später tot aufgefunden wurde. Das diente natürlich dazu, um noch mehr Spannung aufzubauen und sich zu fragen, wie die Ereignisse zusammenhängen und Vermutungen aufzustellen. Das finde ich, hat der Autor ganz gut hinbekommen. Ich hatte auch ein paar Überlegungen aufgestellt. Das es am Ende so banal ist, konnte ich ja nicht ahnen. Inhaltlich war das Buch schwierig aufgebaut. Am Anfang werden die verschiedenen Figuren eingeführt. Dann bekommt man einiges über Sven und Franziska mit, was aber nach ein paar Seiten auch sehr repetitiv wirkt. Es gab also einige Kapitel die sich sehr gezogen haben, bis man schließlich zum Showdown hinsteuerte und ich viele Überlegungen zu dem Täter aufgestellt habe.Mir wäre es demnach lieber gewesen, wenn der Spannungsbogen nicht rapide angestiegen wäre, sondern sich das mehr und mehr entwickelt hätte, damit das Buch von Anfang bis Ende spannend gewesen wäre, wie ich es bei Thrillern am liebsten hätte. Fazit: Der Autor und ich werden wohl keine richtigen Freunde mehr. "Das Loft" fand ich damals recht durchschnittlich, besonders, weil es wegen dem Drogenthema so flach wirkte (hier spielten Drogen übrigens auch eine Rolle, wenn auch eher eine untergeordnete) und ich auch dort die Figuren überhaupt nicht mochte. Hier haben mich die Figuren mit ihren doppelmoralischen Verhalten und den banalen Begründungen sehr gestört. Es war ein Buch, wo ich oft die Augen rollen musste. An sich hatte es auch eine gute Botschaft: Dass man Menschen nicht wegen einer einzigen Handlung verurteilen soll, weil man sie ja nicht in ihrem gesamten Wesen kennt. Schreibstil war gut und Thematik an sich gut, aber die Umsetzung war nicht so meins. 3 Sterne.Phrogger dringen unbemerkt in Häuser ein. Sie leben mit den Bewohnern und bleiben unbemerkt. Bei Nacht oder wenn die Bewohner nicht da sind, kommen sie aus ihrem Versteck heraus, was sich zumeist im Keller oder auf dem Dachboden befindet. Manchmal verschwindet etwas zu Essen oder ein Kleidungsstück oder wenn sie wieder gehen eventuell Geld.Auch bei der Familie Hoffmann ist ein Phrogger eingezogen. Allerdings hat er eine persönliche Beziehung zu der Familie. Die Ehe der Hoffmann steht schon längst auf der Kippe. Die Eltern scheinen nur noch darauf zu warten, dass ihre 17jährige Tochter Tabea 18 wird. Aber der Phrogger bringt bereits vorher Unruhe in Filme.Zugleich ist in ihrem Ort das Mädchen Rebecca verschwunden. Sven Hoffmann informiert als Journalist über dieses tragische Ereignis. Wenn ich in einem Haus wohnen würde, dann hätte ich wohl das Buch wegen der Thematik sehr gruslig gefunden. So ist es mir egal, wenn ein Phrogger bei uns im Keller hausen sollten und einen Dachboden haben wir ja nicht.Die Thematik fand ich sehr spannend und dieses Phänomen gibt es ja wirklich, zwar mehr in den USA und Asien, aber dennoch interessant, wie sich da manche wie Parasiten in ein Haus einnisten.Das Buch war auch wieder gutgeschrieben. Man hatte verschiedene Sichtweisen. Die Hoffmanns jeweils mit einer Sicht in der Ich-Perspektive, Fransika, Sven und Tochter Tabea. Dazu gab es dann noch die Sicht des Phroggers, aus der Du-Perspektive, was ich ziemlich witzig fand. Ich habe ja davor gerade "Tot bist du perfekt" von J.P. Delaney gelesen und da gab es auch eine Du-Perspektive. Es war witzig, direkt hintereinander Bücher mit dieser Perspektive zu lesen, die ja eigentlich nicht so verbreitet ist. Die Figuren waren alle schrecklich und ich habe oft bei dem Buch die Augen verdreht.Die Ehe von Franziska und Sven ist am Ende. Und was tut man, wenn dem so ist? Nein, man redet nicht miteinander, sondern betrügt sich gegenseitig. Klaaar, das ist bestimmt der richtige Umgang damit.Dann die Tochter, die mit zweierlei Maß gerechnet hat. Der heilige Papa kann ja machen, was er will und mit so einer Ehefrau ist das ja verständlich. Aber die böse Franziska, das ist ja eine ganz Schlimme. Am Anfang fand ich Tabeas Sicht ja noch ganz angenehm, aber die hat sich dann immer widersprüchlicher verhalten, in Bezug auf ihre Eltern und andere Geschehnisse. Das war kaum zum Aushalten.Über Franziska und Sven muss man eigentlich nicht viele Worte verlieren, außer dass auch hier Sven als der Heilige dargestellt wurde und der ja immer tolle Erklärungen hat und nur das Opfer ist. Das wurde auch so vom Autoren manipuliert, in vielen Situationen. Ich meine, dass er es mit Franziska nicht leicht hatte, kann ich verstehen. Ich hätte es wohl mit ihr auch nicht lange ausgehalten, aber im Endeffekt war er ja keinen Deut besser.Der Phrogger hatte ja ein persönliches Motiv war er gerade bei den Hoffmanns eingestiegen ist. Als dass dann erläutert wurde, warum dieser solchen Hass hegt, konnte ich erneut nur den Kopf schütteln. Das Erlebnis war traumatisch, aber warum der Phrogger dann nicht seinen Hass auf die ausführende Person legt, sondern auf jemand, der nur einen dummen Kommentar gegeben hat, verstehe ich nicht. Diese Intensität der Abneigung verstehe ich nicht. Neben der Geschichte der Hoffmanns und des Phroggers lief ja noch das verschwundene Mädchen Rebecca nebenbei, die auch wenig später tot aufgefunden wurde. Das diente natürlich dazu, um noch mehr Spannung aufzubauen und sich zu fragen, wie die Ereignisse zusammenhängen und Vermutungen aufzustellen. Das finde ich, hat der Autor ganz gut hinbekommen. Ich hatte auch ein paar Überlegungen aufgestellt. Das es am Ende so banal ist, konnte ich ja nicht ahnen. Inhaltlich war das Buch schwierig aufgebaut. Am Anfang werden die verschiedenen Figuren eingeführt. Dann bekommt man einiges über Sven und Franziska mit, was aber nach ein paar Seiten auch sehr repetitiv wirkt. Es gab also einige Kapitel die sich sehr gezogen haben, bis man schließlich zum Showdown hinsteuerte und ich viele Überlegungen zu dem Täter aufgestellt habe.Mir wäre es demnach lieber gewesen, wenn der Spannungsbogen nicht rapide angestiegen wäre, sondern sich das mehr und mehr entwickelt hätte, damit das Buch von Anfang bis Ende spannend gewesen wäre, wie ich es bei Thrillern am liebsten hätte. Fazit:Der Autor und ich werden wohl keine richtigen Freunde mehr. "Das Loft" fand ich damals recht durchschnittlich, besonders, weil es wegen dem Drogenthema so flach wirkte (hier spielten Drogen übrigens auch eine Rolle, wenn auch eher eine untergeordnete) und ich auch dort die Figuren überhaupt nicht mochte. Hier haben mich die Figuren mit ihren doppelmoralischen Verhalten und den banalen Begründungen sehr gestört. Es war ein Buch, wo ich oft die Augen rollen musste. An sich hatte es auch eine gute Botschaft: Dass man Menschen nicht wegen einer einzigen Handlung verurteilen soll, weil man sie ja nicht in ihrem gesamten Wesen kennt. Schreibstil war gut und Thematik an sich gut, aber die Umsetzung war nicht so meins. 3 Sterne.