Für mich war es das erste Buch der Autorin Manuela Inusa, das ich zufällig auf einem Flohmarkt entdeckt habe und ich bin ganz begeistert. Walnusswünsche ist wohl aus der Kalifornien-Reihe der Autorin, jedoch sind die Bücher voneinander unabhängig lesbar und ich hatte nicht das Gefühl, als gäbe es Anspielungen oder Insider aus anderen Büchern, sodass ich es jedem empfehlen kann, egal ob als Wiederholungstäter der Autorin oder Neuling.
Das Buch spielt, wie man anhand des Titels schon erahnen kann, auf einer Walnussfarm im sonnigen Kalifornien. Dort arbeitet die herzensgute Victoria auf der Farm ihrer Familie und schmeißt, nach dem Tod der Mutter und dem Fortgang ihrer Schwester, auch den Haushalt und kümmert sich um ihren gebrechlichen Vater, der ihr auf der Farm nicht mehr viel helfen kann. Victoria hat also alle Hände voll zu tun und kann Ablenkung eigentlich gar nicht gebrauchen. Doch da kommt Liam Sanders, Bestseller Autor, der für seinen neuen Roman recherchieren möchte und die beiden scheinen wie für einander geschaffen. Als wäre das nicht genug taucht ihre Schwester Abby nach jahrelanger Funkstille wieder auf, mit dabei ihre kleine Tochter und Vickys Nichte Bella, doch so schnell wie Abby gekommen ist, verschwindet sie auch wieder.
Das Cover passt natürlich zum Setting und macht schon Lust darauf das Buch zu lesen, gesteigert wird diese Lust nach Lesen des Klappentextes, der ohne zu viel zu verraten ein regelrechtes Verlangen nach dem Buch ausgelöst hat. Der Schreibstil ist unglaublich malerisch und ich konnte mir die Szenerie beim Lesen, wie einen Film vor meinem inneren Auge vorstellen, manchmal hatte ich auch das Gefühl ich kann die Walnussfarm auch riechen. Der Schreibstil ist locker leicht und in keinster Weise komplex, sodass man ohne viel Nachdenken zu müssen drauf los lesen kann und das Buch in einem Rutsch verschlingen kann. Bei solchen Wohlfühlromanen ist die Handlung ja doch oft vorhersehbar, doch dieses Buch hat mich an so mancher Stelle überrascht und ich konnte nicht aufhören zu lesen vor lauter Spannung.
Als Leser erleben wir die Handlung abwechselnd aus der Sicht von Vicky, Abby und Liam und diese Mischung war sehr angenehm und die Wechsel waren nicht zu häufig und es war auch immer klar, welche Sichtweise und Gefühle wir als Leser gerade erleben. Ich kann mich auch gar nicht entscheiden, aus welcher Sicht ich am liebsten gelesen habe, denn alle waren irgendwie spannend. Die Protagonisten wurden von der Autorin mit viel Liebe zum Detail gestaltet und ich habe sie alle in mein Herz geschlossen, so unterschiedlich sie auch sind. Besonders haben mir die vielen Nebenfiguren gefallen, die mit ebenso viel Liebe zum Detail von Manuela Inusa kreiert wurden und die man als Leser einfach lieben muss. Auch die Orte, die tatsächlich existieren, waren so genau beschrieben, dass ich sie mir sehr genau vorstellen konnte und Google hat gezeigt meine Vorstellungen waren sehr nahe an der Realität.
Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen und freue mich schon darauf, mal wieder ein buch der Autorin in den Händen halten zu dürfen.