Allgemein hat mir der Roman eigentlich gut gefallen, nur das Worldbuilding und die Tiefe der Charaktere hat mir gefehlt.
In Eldeya regieren die Drachenreiter über ihre Drachen. Beziehungen in irgendeiner Art und Weise sind dabei absolut verboten und werden aufs Schärfste bestraft. Als Yessa ihren neuen Drachen Cassim kennenlernt, wissen beide, dass da etwas zwischen ihnen ist - und dass es ihre beiden Leben verändern wird.Meine Gedanken:Ich habe mich sehr auf diese Romantasy gefreut und teilweise hat sie mich sehr überrascht, dennoch bleiben am Ende von Band eins ein paar Punkte offen, die Burning Crown sonst zu einem Highlight gemacht hätten.Was mir gefallen hat: Der Schreibstil ist unglaublich flüssig und mitreißend und hat zu jeder Zeit dafür gesorgt, dass ich gut durch die (teils sehr langen) Kapitel gekommen bin. Zusammen mit den Perspektivenwechseln und der schnellen Erzählweise hat die Geschichte vor allem zu Beginn einen guten Sog aufgebaut.Die Spannung und der Sog verloren sich leider im Mittelteil und bauten sich erst für eine kurze Frequenz am Ende wieder auf. Der Fokus liegt hier deutlich auf den Charakteren und ihren Entwicklungen. Am Anfang konnte ich sowohl mit Cassim als auch mit Yessa gut mitfühlen, nur die Anziehung zwischen ihnen war für mich eine lange Zeit schwer greifbar. Trotz ein paar gefühlvoller Momente kratzte ihre Beziehung nur an der Oberfläche, was ich sehr schade finde.Die Idee hinter dem Ganzen finde ich superspannend und es ist definitiv etwas anderes als man sonst liest und gerade deswegen hat mir eines auch besonders gefehlt: das Worldbuilding. Wo sind wir überhaupt? Wer ist Feind, wer ist Freund? Wie sieht die Welt aus, die Politik, die Armeen, das Leben der normalen Bürger? Ich brauche mehr Hintergrundinformationen, um den eigentlichen Konflikt der Geschichte zu verstehen. Der Informationsgehalt ging hier quasi gegen Null und für mich, die etwas anderes erwartet hat, war das etwas enttäuschend.Vielleicht kann ich jetzt, da ich weiß, wo der Fokus liegt, mit weniger Erwartungen an Band 2 herangehen, denn bis auf diese Punkte hat mir der Roman eigentlich gefallen.Besonders das Ende verspricht eine Menge Spannung für die Fortsetzung.