Das war mal ein netter Ausflug zum Chiemsee.
Der Trachtenverein feiert Jubiläum, eigentlich ein Grund für gute Stimmung, Bier, Brathähnchen und ausgelassene Musik. Doch schnell wird klar, dass hinter der fröhlichen Fassade etwas ganz anderes lauert. Denn jemand hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Feier in ein mörderisches Chaos zu verwandeln.Die Ermittlungsgruppe rund um Kommissarin Kaya Benaty steht vor einem schwierigen Fall. Es gibt kaum Spuren, keine offensichtlichen Zusammenhänge und einen Täter, der scheinbar wahllos zuschlägt. Gleichzeitig kämpft Kaya weiterhin mit ihrer eigenen Vergangenheit und versucht neben den aktuellen Ermittlungen auch den Tod ihres Ex-Freundes aufzuklären. Ein Unterfangen, das gefährlicher wird, als zunächst gedacht.Fazit:Grundsätzlich hat mir der Krimi gut gefallen. Die Atmosphäre ist gelungen und besonders die Auflösung, bei der am Ende alle Fäden zusammenlaufen, konnte mich überzeugen.Allerdings hat mir an einigen Stellen etwas mehr Spannung gefehlt. Außerdem war der Anteil an bayerischer Sprache diesmal deutlich höher als im Vorgänger. Während das im ersten Teil zwischendurch noch charmant wirkte, bestanden hier teilweise ganze Dialoge daraus. Das hat meinen Lesefluss leider etwas gebremst, weil ich manchmal erst überlegen musste.Schade fand ich, dass Kaya Benaty diesmal nicht stärker in die eigentlichen Mordermittlungen eingebunden war. Gerade weil sie noch relativ neu im Team ist, hätte ich mir hier mehr Präsenz gewünscht, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Trotz dieser Kritikpunkte hatte ich dennoch eine gute Zeit mit dem Buch. Tod auf der Fraueninsel ist ein solider Krimi für zwischendurch, mit einer wirklich gestörten Täterfigur und einer interessanten Grundidee.Ich freue mich auf einen weiteren Teil der Reihe und bin gespannt, wie es mit Kaya und ihrem Team weitergeht. Bewertung: 3.5 von 5 Sternen