Renate und Matthias treten endlich ihre Hochzeitsreise nach New York zu Onkel Rudi an. Was sie dort erleben verändert sie, aber am Ende zieht es sie zurück in ihr Hamburg. Renate wird auf der Arbeit hart gefordert, muss sie sich doch wieder mit Dr. Kleinschmidt herumschlagen, der nicht immer zum Wohl der Patientinnen handelt. Und auch bei Onkel Heinrich gibt es Veränderungen im Leben, die nicht nur ihn, sondern auch Renate und Matthias betreffen werden. und immer wieder stellen die beiden sich die Frage: Bleiben oder gehen? Einfach wird ihnen die Entscheidung nämlich nicht gemacht.Wir sind wieder mit der Familie Studt unterwegs. Renate ist nun ein Teil davon und sie und Matthias sind gut eingebunden in die familiären und freundschaftlichen Netzwerke, was beiden immer wieder zu gute kommt. Ich freue mich immer wieder in diese Welt einzutauchen. Melanie Metzenthin bringt uns mit liebgewordenen Charakteren die damalige Zeit nahe. Es geht um die Behandlungsmethoden in der Psychiatrie, in der sich in dieser Zeit viel tut. Dabei ist Dr. Kleinschmidt die personifizierte Vergangenheit, der nie den Menschen sondern nur die eigene Störung seines Arbeitsumfeldes sieht. Renate dagegen vertritt die Zukunft, ist an den neuesten Methoden und Medikamenten interessiert und versucht sich hier immer wieder durchzusetzen.Aber auch gesellschaftliche Themen spielen eine Rolle. Heinrich muss sich wieder gegen Ermittlungen wehren und Matthias wird wegen seiner verdienenden Frau und seines Alters wegen im Studium gemobbt. Doch solche Hindernisse werden immer wieder mit geschickten psychologischen Tricks und den Netzwerken gelöst, die sich Renate und Matthias aufgebaut haben.Ich mochte das Buch wieder sehr gerne. Es ist immer ein bisschen wie nach Hause kommen. Und die Gemeinschaft, die die Autorin hier aufgebaut hat gefällt mir ausgesprochen gut. Daher freue ich mich auf den vierten Band der Reihe am Ende des Jahres.