Caretta, Caretta als Taschenbuch
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Caretta, Caretta

Roman. 'rororo Taschenbücher'. 8. Auflage.
Taschenbuch
Dominik ist ein Strichjunge. Er ist erst fünfzehn und verkauft sich an Männer und Frauen. Eines Tages bricht er mit einem seiner Kunden, einem Justizbeamten, dem Mädchen Isabella und einem Koffer voller Drogen in die Türkei auf, um die geheimnisvolle … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Caretta, Caretta
Autor/en: Paulus Hochgatterer

ISBN: 349922917X
EAN: 9783499229176
Roman.
'rororo Taschenbücher'.
8. Auflage.
Rowohlt Taschenbuch

1. März 2001 - kartoniert - 224 Seiten

Beschreibung

Dominik ist ein Strichjunge. Er ist erst fünfzehn und verkauft sich an Männer und Frauen. Eines Tages bricht er mit einem seiner Kunden, einem Justizbeamten, dem Mädchen Isabella und einem Koffer voller Drogen in die Türkei auf, um die geheimnisvolle Karettschildkröte zu suchen.

Portrait

Paulus Hochgatterer 1961 im niederösterreichischen Amstetten geboren, lebt als Kinderpsychiater in Wien. Für sein literarisches Schaffen, unter anderem Romane und Erzählungen, erhielt er bereits zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Für "Wildwasser" wurde er mit dem Jugendbuchpreis 1998 der Jury DER JUNGEN LESER des Literaturhauses Wien ausgezeichnet.

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 10.01.2000

Sagenhafte Flugschildkröten
Wechselbad: Paulus Hochgatterers Roman "Caretta Caretta"

Der Autor des Romans "Caretta Caretta" lebt als Kinderpsychiater und Schriftsteller in Wien, Begriffe wie "Psychopathen" oder "Sexualneurotiker" gehören zum selbstverständlichen Vokabular dieses vierten Buches von Paulus Hochgatterer. Ich fürchte, ihm ist entgangen, dass der Leser den ersten Teil wie die Erzählung eines Psychopathen selbst empfinden muss. Denn "Caretta Caretta" zerfällt eigentlich in zwei Romane, zumindest in zwei erzählerisch sehr unterschiedliche Hälften, die zueinander stehen wie wild und zahm. Und zu Anfang stürzt uns der Ich-Erzähler, der fünfzehnjährige Dominik, in ein mächtiges Tohuwabohu.

Wir werden zwischen Revieren eines Gauners, eines jugendlichen Prostituierten und eines Dealers hin- und hergerissen, bekommen Anschauungsunterricht über die rauen Sitten in einer Wohngemeinschaft "verhaltensauffälliger" Jugendlicher, die von Sozialarbeitern nicht zu bändigen sind. Die Wohnung erweist sich als Höhle, in der Gassenjargon, Gewalt, Drogengenuss und das Vorzeigen von Emblemen der Neonazis die Normalität sind. Nichts gegen die Darstellung eines Wirklichkeitssektors, den wir aus unserer gegenwärtigen Welt nicht wegleugnen können. Aber der Autor des Romans, der Kinderpsychiater, ist ein schlechter Leserpsychologe. Er vergisst, dass es im Kopf des Lesers nicht zugehen muss wie im Kopf der Rabauken, denen jegliche vernünftige Orientierung abhanden gekommen ist. Es dauert lange, bis der Leser im Labyrinth des Erzählchaos den Faden der Ariadne gefunden hat.

Und in dem Augenblick, da er einigermaßen klar sieht, ereignet sich eine wundersame Verwandlung des Romans. Aus dem wirren Knäuel löst sich ein Erzählfaden, der den Leser sicher ans Ende geleitet. Das Romanpersonal wechselt, von der Horde zum kleinen Figurenensemble. Einem Krebskranken, Kossitzky, bleibt nur eine Galgenfrist von wenigen Wochen. Er will sie nutzen. Nur auf illegale Weise kann ihm Dominik die nötigen Medikamente besorgen. Beide fliegen mit der jungen Isabella, die von einer sagenhaften Flugschildkröte weiß, an die türkisch-kleinasiatische Küste, mieten sich ein Motorsegelschiff und machen sich auf die Suche nach Caretta, dem urzeitlichen Tier, das sich in der Luft wie im Wasser und auf Land bewegen kann. Isabella und Dominik finden es am Ende, und inwiefern am Strand auch der Wunsch des - inzwischen gestorbenen - Kossitzky erfüllt wird, sei hier verschwiegen. Ohnehin ist der Leser längst am Ufer des Märchens angelangt.

Der erste Romanteil führt in eine Gesellschaftsgruppe, für die wir Psychotherapeuten, Entziehungskuren und - leider - auch Gefängnisse brauchen, der zweite in eine Welt, die nur Träume und Drogen wahr werden lassen können. Das Drogenmotiv verbindet denn auch beide Romanhälften. Es mag leichter sein, Märchen und Träume zu erzählen als die harten Geschichten derer, die jenseits gesellschaftlicher Übereinkünfte stehen. Deshalb muss man aber dem Autor für seinen ersten Teilroman nicht unbedingt "mildernde Umstände" zubilligen.

WALTER HINCK

Paulus Hochgatterer: "Caretta Caretta". Roman. Deuticke Verlag, Wien und München 1999. 219 S., geb.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.

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