Die Novelle Entführt im Advent von Petra Schwarzkopf ist wie ein Adventskalender, denn die Geschichte ist aufgeteilt in 24 kurze Kapitel und erzählt von einer Dreifachmama, die neben Haushalt, Kindern, Job nun auch noch in Weihnachtsstress verfällt. Doch dieses Weihnachten ist alles anders als sonst, denn wie der Titel schon sagt, wird die Protagonistin quasi entführt. Ein realer Adventskalender, in dessen Türchen sie eintauchen kann und die jeweils einen Wunsch enthalten, den sie vor Zeiten geäußert oder gedacht hatte. Doch schon bald stellt sich ihr die Frage, ob es ihr im Leben der anderen tatsächlich so viel besser geht
Auf unterhaltsame Weise nimmt die Autorin ihre Leserschaft mit hinein in ein Thema, das wohl jeder kennt den Stress im Alltag, der in der Vorweihnachtszeit zu explodieren scheint. Dank der kurzen und humorvollen Abschnitte kann der Leser sich jeden Tag selbst hinterfragen, wie es ihm in den einzelnen Rollen gehen würde. Dabei lenkt Petra Schwarzkopf den Blick hin zur Dankbarkeit. Dankbarkeit als Schlüssel, das Gute, das Gott jedem von uns schenkt, zu sehen und somit das eigene Leben genießen zu können. Und gerade in der stressigen Zeit ist so ein Perspektivenwechsel wertvoll und verändernd.
Die Kapitel lassen sich auch im vollen Alltag gut bewältigen, sind manchmal mit Humor zu nehmen und regen zum Nachdenken an. So bildet diese Adventsnovelle auch das ideale Geschenk für andere Menschen, die mal einen Moment zum Luftholen brauchen. Ich empfehle sie sehr gerne weiter.