Entführt im Advent ist eine Novelle mit 24 Kapiteln und eignet sich dadurch perfekt als literarischer Adventskalender. Sie erscheint zudem in einem wunderschönen Schuber, der sofort Weihnachtsstimmung aufkommen lässt. Schon beim Lesen hat sie meine Vorfreude auf die Advents- und Weihnachtszeit geweckt.
Im Mittelpunkt steht Annika, eine dreifache Mutter. Eines Tages wird sie plötzlich entführt und findet sich vor einem riesigen Adventskalender wieder. Hinter jedem der 24 Türchen verbirgt sich ein Wunsch, den sie sich irgendwann in ihrem Leben einmal gewünscht hat. Jedes Mal, wenn sie ein Türchen öffnet, taucht sie in diesen Wunsch ein und erlebt, wie er Wirklichkeit wird sei es, einmal Polizistin zu sein, Busfahrerin zu werden, ein entspanntes Hundeleben zu führen oder viele andere Dinge. Doch was zunächst traumhaft klingt, entwickelt sich oft ganz anders als erwartet.
Die Novelle eignet sich nicht nur hervorragend für zwischendurch, sondern ist auch humorvoll, originell und regt zum Nachdenken an. Sie hat mich dazu ermutigt, dankbarer zu sein und das mehr zu schätzen, was ich bereits habe. Denn viel zu oft konzentriert man sich auf das, was einem fehlt.
Der Schreibstil ist leicht, angenehm und flüssig. Gleichzeitig kommt der Humor keineswegs zu kurz, sodass das Lesen durchweg Freude macht.
Ich empfehle das Buch allen, die in der Adventszeit einmal einen etwas anderen Adventskalender ausprobieren möchten und Lust auf eine humorvolle, herzerwärmende Geschichte mit einer wertvollen Botschaft haben.