Im goldenen Schloss von Hohenläuten lebt Auren als Favoritin von König Midas in einem Käfig aus Gold. Sie selbst ist auch von Gold überzogen. Von der Außenwelt abgeschirmt und ausschließlich Midas vorbehalten, wird sie von der Königin und den sogenannten Sätteln, den Geliebten des Königs, verachtet. Als Midas jedoch einen Pakt mit dem König eines Nachbarreiches schließt, gerät Aurens scheinbar geschütztes Leben erstmals ins Wanken.Für mich warThe Darkest Goldtatsächlich ein ReRead. Beim ersten Mal hatte ich den Auftakt nach dem Lesen zur Seite gelegt und die Reihe nicht weiterverfolgt. Da ich aber immer wieder begeisterte Stimmen von Leserinnen gehört habe, deren Geschmack ich sehr schätze, wollte ich der Geschichte noch einmal eine Chance geben. Ich glaube, diesmal lag der größte Unterschied in meiner Erwartungshaltung. Ich würde den ersten Band mittlerweile weniger als klassische Romantasy bezeichnen, sondern vielmehr als einen ausführlichen Einstieg in die Welt und die Geschichte. Rückblickend fühlt sich das Buch fast wie ein Prolog für das an, was die Reihe später noch erzählen möchte. Genau das hatte ich beim ersten Lesen nicht erwartet und war deshalb eher enttäuscht. Mit dieser neuen Perspektive hat mir das Buch nun deutlich besser gefallen. Ich mochte es, gemeinsam mit Auren nach und nach das Königreich, seine Strukturen und die Figuren kennenzulernen. Gerade dieses langsame Herantasten an die Welt hat für mich gut funktioniert.Außerdem bin ich aktuell ohnehin sehr in Fantasy-Stimmung, was dem Buch sicherlich ebenfalls entgegenkam. Wer hier allerdings eine Romantasy erwartet, bei der die Liebesgeschichte sofort im Mittelpunkt steht, sollte seine Erwartungen etwas anpassen. Im ersten Band liegt der Fokus eindeutig auf dem Weltenaufbau und Aurens Ausgangssituation. Dass sich die Romance in den Folgebänden stärker entwickeln soll, macht mich umso neugieriger. Auch der Schreibstil ließ sich angenehm lesen und sorgte dafür, dass ich trotz des eher ruhigen Erzähltempos schnell durch die Geschichte kam. Man sollte allerdings nicht unterschätzen, dass das Buch stellenweise durchaus brutal werden kann.Insgesamt hat sich dieser zweite Versuch für mich definitiv gelohnt. Mit den richtigen Erwartungen konnte mich der Auftakt deutlich mehr überzeugen als beim ersten Lesen und diesmal freue ich mich tatsächlich darauf, die Reihe weiterzuverfolgen.