Ursula von Wieland wächst auf der heimatlichen Burg zu einer forschen jungen Frau heran. Sie ist glücklich, weil sie vor der Hochzeit mit ihrer großen Liebe steht. Aber dann muss er in den Krieg und kehrt nicht mehr zurück. Nach Jahren der Armut wird sie zur Hochzeit mit einem Wirt gezwungen
Der Schreibstil ist angenehm, wie von der Autorin nicht anders zu erwarten. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und hatte sofort Sympathie für die meisten Charaktere. Aber leider gab es auch negative Personen - vor allem die, die im Glauben über Nächstenliebe und Humanität predigen, aber das Gegenteil tun.
Ursula war sehr fortschrittlich, für die damalige Zeit unüblich - aber ihre Eltern haben sie zu einer selbstbewussten Frau gemacht. Sie lässt sich nichts gefallen, aber die Zeiten wurden härter und ihr blieb nichts anderes übrig, als sich ihrem Schicksal zu fügen. Sie heiratete den gewalttätigen Brauer Schaum. Doch als ihr Selbstwert fast gänzlich verloren gegangen ist, meldete sich ihr Überlebenswille und sie traf eine Entscheidung, die ein Neuanfang sein könnte.
Dann wurde es doch nochmal turbulent. Das Ende fand ich passend und ich habe das Buch zufrieden aus der Hand gelegt. Es hatte alles, was einen tollen Lesegenuss ausmacht: Freude, Angst, Fassungslosigkeit, Hoffnung, Trauer und Glück. Deshalb gebe ich diesem sehr guten Buch auch gerne sehr gute 4 Sterne.