Ein Debüt, das unter die Haut geht und zwar leise, stark und unvergesslich.
Under Our Stars ist eines dieser Bücher, die man nicht einfach liest. Ich habe dieses Story so gefühlt.
Ronja Sova gelingt mit ihrem Debüt ein absolut beeindruckender, reifer und sensibler Roman. Ich wurde emotional komplett abgeholt hat. Ich kann euch sagen, das hat lange nachhallt.
Eingebettet in die atemberaubende Natur Kanadas erzählt die Autorin die Geschichte von jungen Menschen, die viel zu früh zu viel tragen müssen. Themen wie junge Mutterschaft, toxische Beziehungen und häusliche Gewalt werden nicht ausgeschlachtet. Sondern mit Fingerspitzengefühl, grösster Achtung, sowie Ehrlichkeit und Tiefe behandelt. Ich finde diese leise und respektvolle Art macht die Geschichte so eindringlich.
Besonders berührt hat mich die Botschaft, dass wir mehr sind als unsere Vergangenheit, unsere Herkunft oder unsere Fehler. Da bekomm ich auch direkt wieder Gänsehaut. Das Leben nicht vorherbestimmt ist, egal, welche Geschichte man mitbringt oder welche DNA in einem schlummert. Ich liebe es, das sich die Hoffnung wie ein stilles Licht durch jede Seite zieht.
Die Naturbeschreibungen sind wunderschön und wirken nie dekorativ. Wilde Bäche, Blumenwiesen und Wälder werden zu Schutzräumen, zu Orten der Erkenntnis und des Neubeginns. Die inneren Kämpfe, die Heilung und das langsame Wieder-atmen der Figuren sind unfassbar authentisch.
Für mich ein emotionales Highlight, das Mut macht, ohne etwas zu beschönigen. Die Story ist roh, poetisch, schmerzhaft und gleichzeitig voller Hoffnung. Ein Debüt, das zeigt, wie kraftvoll New Adult sein kann, wenn es etwas zu sagen hat. Für mich ein absolutes Highlight, wo beim Lesen Tränen geflossen sind.