Hannah feiert Silvester immer mit ihren beiden besten Freundinnen Libby und Maggie aus Kindertagen. Daran sich auch jetzt nichts geändert, nur das noch die Freunde/Ehemänner der beiden mitfeiern. Diesmal hat Libby die Feier exklusiv auf eine Jacht vor der italienische Riviera verlegt.Aber schon nach wenigen Stunden bricht die Fassade auf: schlechte Angewohnheiten, Drogen und Alkohol tuen ihr übriges und Hannah merkt, dass ihre Freundinnen nichts mehr mit den "Mädchen" von früher gemein haben. Das böse Erwachen folgt am Neujahrsmorgen, als die Jacht auf dem offenen Meer treibt und es für alle Passagiere ums nackte Überleben geht.Im Klapptext steht bereits der Hauptdisput der ganzen Veranstaltung: der soziale Unterschied zwischen den dreien. Libby und Maggie wetteifern wer reicher, schöner, besser ist und Hannah geht das nur auf die Nerven, da sie sich nicht erinnern konnte, dass ihre Freundinnen bisher so oberflächlich waren. Und genau so ging es mir auch. Die beiden Paare (Libby & Olly und Maggie & Leo) waren so oberflächlich und jenseits der bürgerliche Realität, dass es schon uninteressant wurde, als Libby sagte, dass der Heli nur Attrappe sei, weil ja Maggie über NY in einem Heli geflogen war und "man" halt zeigen musste, dass man das auch konnte. Hannah tat mir leid, weil sie sich als "Normalo" permanent verteidigen musste, was nicht nur ihr, sondern auch mir als Leser sauer aufgestoßen ist.Da die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Hannah geschrieben ist, war dann wenigsten offensichtlich, dass sie diesen Trip überleben würde. Aber der Preis war definitiv hoch dafür.Von Demet Fey hatte ich bisher noch nichts gehört, aber sie hat mir als Erzählerin sehr gut gefallen.Fazit:schwacher Thriller, eher Milieustudie mit überraschendem Ende.