Nachdem mich Der Puppenwald, der erste Band der Evelyn-Holm-Reihe, komplett überzeugen konnte, habe ich mich schon sehr auf den zweiten Fall gefreut. Und auch diesmal hatte Saskia Calden mich ab dem ersten Kapitel! ¿¿ Worum geht es?Judith Lennard wacht in einer geschlossenen Psychiatrie auf - doch dort hält man sie für eine andere Frau. Niemand glaubt ihr, wer sie wirklich ist, und plötzlich ist sie den Ärzten und Pflegern vollkommen ausgeliefert.Währenddessen wird Kommissarin Evelyn Holm zu einem Mord in einem Parkhaus gerufen. Die Ermittlungen führen schon bald ausgerechnet zu Judith - doch die gilt als vermisst ...¿ Meine MeinungDie Geschichte ist komplett anders als Der Puppenwald, konnte mich aber trotzdem wieder von Anfang an fesseln. Besonders Judiths Situation in der Psychiatrie fand ich unglaublich beklemmend. Ihre Hilflosigkeit und Verzweiflung waren für mich beim Lesen richtig spürbar.Erzählt wird aus den Perspektiven von Judith, Evelyn und Judiths Schwester Fabienne. Dadurch bekommt man nach und nach unterschiedliche Puzzleteile geliefert - und natürlich hatte ich ziemlich schnell meine Verdächtigen und diverse Theorien. ¿¿Tja ... Saskia Calden hat es trotzdem wieder geschafft, mich zu täuschen!Neben dem eigentlichen Fall hat mir auch gefallen, dass Evelyns persönliche Geschichte weitergeführt wird und man sie als Charakter noch ein Stück besser kennenlernt. Dabei knüpft Band 2 schön an ihre Entwicklung aus Der Puppenwald an, ohne dass der neue Fall davon abhängig ist.Der flüssige Schreibstil, die kurzen Kapitel und die durchgehend hohe Spannung haben dafür gesorgt, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Lediglich das Finale kam für mich nach all dem Spannungsaufbau etwas abrupt. Insgesamt konnte mich Der Puppenwald noch ein kleines bisschen mehr begeistern.Trotzdem ist Die falsche Patientin wieder ein richtig spannender Thriller, der mich sehr gut unterhalten hat. Band 3 steht für mich definitiv fest - den werde ich auf jeden Fall lesen! ¿