Puh, also das war in jeder Hinsicht wirklich schwere Kost für mich.
Zum einen, weil ich diesen dicken Wälzer, der 630 Seiten umfasst, überall zum Lesen mitgeschleppt habe, zum anderen, weil es ein intensives, sehr berührendes und wahnsinnig tiefgründiges Buch ist.
Es geht um eine junge Frau, die ihren Weg aus einer toxischen Beziehung finden muss. Schmerz, Kampf, Verlust, Gefahr und auch große Angst haben ihren Alltag geprägt.
Ich habe mich für die Protagonistin sehr gefreut, dass sie einen kompletten Neuanfang wagt, um das Erlebte hinter sich lassen zu können.
Wichtig ist, dass man bei einem solchen Lebensabschnitt nicht alleine ist, sondern Familie oder Freunde an seiner Seite hat.
Das Buch hat mich als Leserin extrem gefordert, denn ich habe früher selbst in einer unschönen Beziehung gelebt. Zwar war mein früherer Partner nicht narzisstisch veranlagt, aber die Beziehung war so schwer, dass ich in Ansätzen nachvollziehen kann, wie sich die junge Frau hier im Buch gefühlt haben muss.
Es ist ein Buch, was ich nicht in einem Rutsch durchlesen konnte, denn die Geschichte hat mich so gefordert, dass ich immer wieder mit dem Lesen pausieren musste.
Liebe kann eben nicht nur weh tun, weil man so wahnsinnig verliebt ist, sie kann auch weh tun, weil man von ihr erdrückt und zerstört wird, wenn man an ihr festhalten würde.
Es ist wahnsinnig schwer, wenn der Partner in einer Beziehung Macht ausübt, böse Spielchen spielt und sein Gegenüber demütigt. Nachdem ich selber solch schlimme Erfahrungen machen musste, habe ich gelernt, dass ich meinen Mund aufmache, wenn ich ein ähnliches Verhalten in meiner Nähe feststelle.
Mich hat dieses Buch der Autorin wahnsinnig berührt, gefordert und lässt mich sicher noch lange Zeit nicht mehr los.
Ich finde wichtig, dass solche Themen, die mittlerweile leider zum Alltag gehören, angesprochen, ausgesprochen und niedergeschrieben werden.
Von mir gibt es für dieses Highlight und ganz besondere Buch eine absolut klare Leseempfehlung.