Ein wunderschönes, idyllisches Buch über Mut, Selbstverwirklichung und Fernweh.
"Ein Koffer voller Sehnsucht" von Stephanie Vifian hat mich von der ersten Seite an gecatcht. Vor allem, weil ich Bücher liebe, die in den 60er Jahren spielen. Dieses besondere Flair, die Art zu sprechen und die Atmosphäre dieser Zeit machen für mich einfach etwas ganz Besonderes aus. Genau dieses Gefühl hat mir dieses Buch von Anfang an gegeben.Das Setting ist einfach wunderschön und so idyllisch beschrieben, dass man beim Lesen komplett eintauchen kann. Als Leser spürt man Christas Fernweh und den Wunsch ein richtiges zu Hause zu finden.Der Schreibstil war zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, allerdings eher, weil die Charaktere genauso gesprochen haben, wie man es in den 60ern getan hat. Das hat dem Ganzen aber unglaublich viel Authentizität verliehen.Besonders beeindruckt hat mich, dass es um eine Frau geht, die alleine den Mut fasst, bis nach Australien zu reisen. In dieser Zeit, in der das alles andere als selbstverständlich war! Christa ist eine selbstbewusste, eigenständige Protagonistin. Sie folgt ihren Träumen, selbst wenn es Menschen gibt, die sie davon abhalten wollen. Und genau das macht ihre Geschichte so inspirierend.Die Charaktere waren mir von Anfang an symphatisch. Man fiebert mit, leidet mit und freut sich mit ihnen. Christa wirkt stark und gleichzeitig so nahbar. Ich habe es wirklich sehr geliebt, dass sie ihren eigenen Weg gegangen ist.Teilweise sind die Handlungen etwas in die Länge gezogen, da sich manche Situationen wiederholt haben. Das hat den Lesefluss aber nicht stark gestört.