Ein spannender Krimi mit starken Figuren!
Im Maschsee wird eine Leiche gefunden, die im grünlichen Wasser treibt. Die Zunge des Toten wurde abgeschnitten und liegt auf einem Friedhof in Hannover, genau auf dem Grab der Opfer des Serienmörders Fritz Haarmann. Die Polizei stellt schnell fest, dass der Mann ein bekannter Psychiater war, der sich mit Sexualstraftätern beschäftigte und im Fernsehen oft für Diskussionen sorgte. Nun stellt sich die Frage: Wer wollte ihn auf so brutale und auffällige Weise zum Schweigen bringen?Bodo Völxen ist unser Protagonist in diesem Buch. Er ist ruhig, erfahren und wirkt manchmal streng, aber er hat ein gutes Herz und einen klaren Blick für Details. Er denkt oft lange nach, bevor er handelt, und genau das macht ihn so sympathisch. Man merkt, wie sehr ihm Gerechtigkeit am Herzen liegt. Völxen wirkt nach außen manchmal etwas hart, aber im Grunde hat er ein gutes Gefühl für Menschen. Er unterstützt Jule auf seine eigene ruhige Art und sorgt dafür, dass sie im Team nicht untergeht.Jule ist neugierig, etwas impulsiv und landet dadurch plötzlich mitten im Zentrum der Ermittlungen. Sie versucht stark zu wirken, obwohl sie innerlich oft unsicher ist. Genau das macht sie so greifbar und echt. Ihre Perspektive bringt eine persönliche Note in die Geschichte, die dem Krimi mehr Tiefe gibt. Jule lässt sich von Rückschlägen nicht so leicht unterkriegen und bleibt hartnäckig, auch wenn andere aufgeben würden. Man merkt, dass ihr der Fall persönlich nahegeht und sie unbedingt herausfinden will, was wirklich passiert ist.Der Schreibstil von Susanne Mischke war für mich neu, da dies das erste Buch war, welches ich von der Autorin gelesen habe. Susanne Mischke schreibt klar, flüssig und leicht zu lesen. Sie schafft es, Spannung aufzubauen, ohne kompliziert zu schreiben. Jede Szene fühlt sich lebendig an, weil sie Orte und Gefühle so gut beschreibt. Man ist sofort im Geschehen drin und möchte wissen, was als Nächstes passiert. Besonders mochte ich die kurzen, knackigen Kapitel, die nie langweilig werden. Die Mischung aus Spannung, Humor und ernsten Momenten passt perfekt. ,,Der Tote vom Maschsee" ist ein spannender und trotzdem leicht zu lesender Krimi. Die Figuren fühlen sich echt an und man baut schnell eine Verbindung zu ihnen auf, besonders zu Jule. Die Ermittlungen bleiben bis zum Schluss interessant, ohne zu überladen zu sein. Ich mochte, dass immer wieder kleine Überraschungen eingebaut wurden. Das Buch zeigt, wie gut menschliche Geschichten und Krimielemente zusammenpassen können. Man fiebert mit, rätselt mit und hat zwischendurch auch berührende Momente. Für mich war es ein richtiges Wohlfühlbuch trotz der Krimithemen.