Ein Jugendbuch von Tanja Janz. Auf jeden Fall mal etwas anderes, obwohl man zumindest zu Beginn die typische Struktur ihrer Bücher erkennt. Emma muss zum englisch pauken für einen Sommerkurs nach St. Peter Ording. Dort findet sie aber zum Glück schnell Anschluss unter den Dorfteenies. Und sie lernt auch den attraktiven Jannis kennen, mit dem sich eine Sommerromanze anbahnt. Aber nach ihrem ersten Kuss geht er ihr plötzlich aus dem Weg, was ist da los?Mir gefiel das Setting wieder sehr gut. Man kommt an viele Orte, die man bereits aus anderen Tanja Janz Romanen kennt und ich mag es, wie diese Orte jedes Mal eine neue Story bekommen. Die Liebelei zwischen Emma und Jannis fand ich etwas überdramatisch und kompliziert. Kennt man so aus Tanja Janz Büchern auch nicht unbedingt und ich weiß auch nicht, ob man jungen Mädchen beibringen sollte, dass man einem Kerl hinterher läuft, wenn er einen ignoriert, nachdem man geknutscht hat. Aber nun ja, ist halt eine Geschichte, ich sollte nicht so streng sein. Ich mochte die neu gewonnene Freundschaft zwischen Emma und der Einheimischen, mochte, wie sie sich von jugendlichen Dynamiken und Mutproben mitreißen lässt. Weniger gefiel mir, dass Pferde dann plötzlich eine so große Rolle gespielt haben. Im letzten Drittel war echt viel Ponyhof Feeling. Wäre es ein richtiger Pferderoman gewesen, hätte mich das nicht gestört, so kam es für mich irgendwie unerwartet. Auch die Auflösung, warum Jannis so einen großen Bogen um Emma gemacht hat, fand ich etwas an den haaren herbei gezogen. Es war nicht gut in die Geschichte eingearbeitet, man hätte hier und da ein paar Hinweise platzieren können, dann wäre es authentischer gewesen. Insgesamt war das Buch aber eine nette Erzählung. Ich hab gern dazu gegriffen, die erwachsenen Bücher von Tanja Janz sind mir aber lieber.